Nordkorea zerstört seine Atomanlagen: US-
Experten machen Yongbyon unbrauchbar
- Teamchef: "Guter Start bei Stilllegung von Yongbyon"
- Nordkorea besitzt Plutonium für bis zu acht Bomben

·Nordkorea: Atom- kraft vor Drosselung
US-Spezialisten beginnen mit Stilllegungs-Arbeiten
·Ansätze zu Atom- Stopp in Nordkorea
Multilaterale Beratungen über Abrüstungsschritte
·Chronik: Beziehung der beiden Koreas
Eine jahrzehntelange Geschichte der Trennung
·Vereinbarung beim Korea-Gipfeltreffen
Kernpunkte im Überblick:
Nord-Süd-Annäherung
Die Stilllegung der nordkoreanischen Atomanlage Yongbyon verläuft nach US-Angaben in guter Zusammenarbeit mit Nordkorea. Der Chef des US-Expertenteams, das die Maßnahmen zur Außerbetriebnahme seit Montag kontrolliert, zeigte sich in Seoul hoch zufrieden. Die Nordkoreaner seien "sehr kooperativ", sagte Sung Kim vom US-Außenministerium. Er hoffe nach dem "guten Start", dass der gesamte Rückbau, mindestens aber die laufende Rückbauphase bis Ende Dezember abgeschlossen werden könne. Nordkorea hatte Yongbyon im Juli abgeschaltet. Der Rückbau soll den Betrieb für mindestens ein Jahr sperren.
Nordkorea hatte sich im Rahmen der sogenannten Sechser-Gespräche mit Vertretern der USA, Russlands, Chinas, Japans und Südkoreas bereiterklärt, die umstrittene Anlage Yongbyon bis Ende des Jahres stillzulegen und sein Atomprogramm vollständig offenzulegen. Als Gegenleistung soll das ostasiatische Land umfangreiche Energielieferungen erhalten. Nach US-Schätzungen verfügt Nordkorea über etwa 50 Kilogramm Plutonium. Das ist laut Experten genügend Material für sechs bis acht Bomben.
(apa/red)
