Madeleine befindet sich nicht in Marokko:
Laut Innenminister gibt es keine Spuren
- Marokkanische Behörden hatten Hinweise verfolgt
- Eltern bitten die Öffentlichkeit erneut um ihre Hilfe

·Sind Maddies Eltern doch die Schuldigen?
Zeitung: DNA-Proben aus Leihwagen von Leiche
·Maddies Vater geht nun wieder zur Arbeit
McCanns wollen "Grad der Normalität" herstellen
·Maddies Hilfsfonds bezahlte Hypotheken
McCanns verwendeten dafür Spendengelder
Das seit einem halben Jahr verschwundene britische Mädchen Madeleine McCann befindet sich nach Angaben der marokkanischen Regierung nicht in dem nordafrikanischen Land. Es gebe keinerlei neue Hinweise auf eine Anwesenheit der Kleinen in Marokko, wies Innenminister Chakib Benmoussa entsprechende Berichte britischer Medien zurück.
Die marokkanischen Behörden hätten über die internationale Polizeiorganisation Interpol mit der portugiesischen und britischen Polizei zusammengearbeitet. Es gebe in dem Fall keine Neuigkeiten, betonte er.
Mehrere britische Boulevardzeitungen hatten berichtet, die marokkanischen Behörden verfolgten eine Spur, derzufolge sich Madeleine im Rif-Gebirge aufhalte. Es ist nicht das erste Mal, dass das am 3. Mai aus einer Ferienanlage an der portugiesischen Algarve verschwundene Mädchen in Marokko vermutet wird. Im September gab eine Touristin an, sie habe das Kind in einer marokkanischen Bergregion gesehen. Es stellte sich aber heraus, dass es sich um die blonde Tochter einer einheimischen Bäuerin handelte.
In dem rätselhaften Fall tappen die Behörden seit Monaten im Dunkeln. Madeleines Eltern, Gerry und Kate McCann, baten bei einem Gedenkgottesdienst für ihre verschwundene Tochter die Öffentlichkeit erneut um Hilfe bei der Suche. Sie gehen von einer Entführung aus. Die Polizei wiederum geht auch der Möglichkeit nach, dass die Eltern selbst in das Verschwinden des Kindes verwickelt sein könnten.
(APA/red)
