Montag, 5. November 2007

"Abschiebungspolitik absolut unmoralisch":
Muzicant vergleicht Platter mit Eichmann

  • 30.000 bis 40.000 Zuwanderer seien jährlich leistbar
  • Stattdessen herrschten "idiotische Fremdengesetze"

Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, hat die "Abschiebungspolitik für absolut unmoralisch" bezeichnet. Wenn Innenminister Günther Platter betonte, nur die Gesetze zu erfüllen, "drängen sich bei mir ganz furchtbare Assoziationen auf. Freilich ohne den Minister mit dieser Person vergleichen zu wollen. Aber Adolf Eichmann hat sich bei seinem Prozess auch mit den Worten verteidigt, dass er nur die herrschenden Gesetze erfüllt habe und sich für unschuldig erklärt", so Muzicant im "Standard".

Als achtreichstes Land könnte es sich Österreich leisten, jährlich 30.000 bis 40.000 Menschen zuwandern zu lassen. Die Politik "soll endlich begreifen, dass diese Leute beim Aufschwung helfen, wenn sie Arbeit annehmen, die kein Österreicher machen will. Was machen wir? Idiotische Fremdengesetze, die Familien zerreißen". (apa)

5.11.2007 20:06