Samstag, 10. November 2007

Neue Anweisungen an NÖ Jugendbehörden: Erste Konsequenzen nach Fall Luca gezogen

  • Problemfällen soll künftig nachtelefoniert werden
  • Baby Luca nach schweren Misshandlungen gestorben

Im Fall des 17 Monate alten Luca, der vermutlich nach Misshandlungen am 3. November in einem Wiener Krankenhaus an einem Gehirnödem starb, gebe es erste Konsequenzen in Niederösterreich. Der zuständige Landesrat Emil Schabl (S) werde die Mitarbeiter der Jugendbehörden anweisen, sich bei Problemfällen auch telefonisch zu überzeugen, ob Anordnungen umgesetzt wurden.

Schabl habe einen schriftlichen Bericht über die Vorgänge eingefordert. "Ich sehe im Bereich der Kommunikation akuten Handlungsbedarf. Es ist nicht genug, wenn Briefe oder Faxe verschickt werden", wurde der Landesrat im "Kurier" zitiert. Fehler bei der NÖ Behörde sehe er nicht: "Wir haben nur Amtshilfe geleistet. Wenn die Mutter sämtliche Auflagen der Tiroler Behörden ignoriert und dennoch zu ihrem Freund nach Schwechat reist, können wir nichts dafür." Laut dem ORF will Schabl seinen Eindruck, dass die Kommunikation unter den Bundesländern verbesserungswürdig sei, aber nicht als Vorwurf in Richtung Tirol verstanden wissen.

(apa/red)

10.11.2007 14:53