Donnerstag, 8. November 2007

Österreicher wollen nur ihre Ruhe haben:
Sagen Nein zu Hektik und Weihnachtsstress

  • eBay-Umfrage: Adventzeit hektisch und nervtötend
  • 52% ärgert Weihnachtsschmuck schon im November

Hektik und Stress in der Vorweihnachtszeit ist meist nicht vermeidbar. Doch eigentlich wünschen sich die Österreicher nichts sehnlicher als Zeit für ihre Familie und die Freunde. Mehr Ruhe im Advent steht ganz oben auf der Wunschliste fürs Christkind, ergab nun eine Umfrage des Onlineauktionshauses eBay unter 1.000 Österreichern, die von Marketagent.com durchgeführt wurde.

64 Prozent der Befragten gaben an, dass sie vor Weihnachten mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen wollen. Winterspaziergänge - am besten im Schnee - gehören für 63,5 Prozent zu einem gelungenen Advent. Rund 62 Prozent besuchen gerne Christkindlmärkte, ein Vergnügen, das für rund 27 Prozent der Befragten allerdings durch zu viel Alkoholkonsum getrübt wird. Fast ebenso viele der Umfrage-Teilnehmer gaben an, dass sie mehr Ruhe zu Hause genießen wollen. Kekserl backen und Basteln rangieren knapp dahinter.

Zeitmangel und Stresss
Die Vorweihnachtshektik macht vielen zu schaffen. Was den Österreichern so richtig den Advent vergällt, sind vor allem Zeitmangel und Stress in der Arbeit und zu Hause (rund 60 Prozent der Befragten), gefolgt vom Trubel in den Einkaufsstraßen und -zentren und die künstliche Erzeugung von Weihnachtsstimmung (je 56 Prozent).

Für die Österreicher beginnt die Adventzeit viel zu früh. 52 Prozent ärgern sich über Weihnachtsschmuck bereits Anfang November. Und der Weihnachts-Song "Last Christmas" von Wham! ist bei 23 Prozent der Befragten der nervtötendste, gefolgt von "Rudolph the red-nosed Reindeer" und "Jingle Bells".

Dabei könnte man die Zeit vor dem Fest viel sinnvoller nutzen, als sich auf die Jagd nach Geschenken zu begeben. Denn die Hälfte der Befragten freut sich sowieso am meisten über Geldgeschenke. Selbstgemachte Geschenke sind aber ebenfalls sehr beliebt (über 39 Prozent). Und damit nach Weihnachten nicht soviel umgetauscht werden muss, stehen auch Geschenkgutscheine bei rund 38 Prozent der Befragten hoch im Kurs. Ebenfalls beliebt sind DVDs, CDs und Bücher (bei über 33 Prozent), gefolgt von Reisegutscheinen, Event-Tickets, Schmuck und Verwöhnartikeln.

Frauen mögen Selbstgemachtes
Frauen freuen sich über andere Dinge als Männer: So kommen selbst gemachte Geschenke bei 46,5 Prozent der befragten Frauen sehr gut an, aber bei nur 32 Prozent der Männer. Über Schmuck zeigen sich mehr als 34 Prozent der Frauen glücklich, (Männer: 9,5 Prozent), über Verwöhnartikel 31 Prozent der weiblichen Befragten (Männer: zehn Prozent). Bei über 34 Prozent der Männer punktet man dafür mit Unterhaltungselektronik, für die sich nur rund 20 Prozent der Frauen erwärmen können.

Zu den außergewöhnlichsten Geschenken, an die sich die Umfrageteilnehmer erinnern konnten, zählten unter anderem ein Piercing, 26 Bollywood-DVDs, ein Austernhandschuh, ein Bungee-Jump, Heiratsanträge inklusive Ring, der eigene Babybauch in Gips, ein kulinarisch-erotischer Abend, ein Segelboot, ein Eierschalensollbruchstellenverursacher, ein selbst gebackenes Lebkuchenherz, ein Barockengel sowie ein Wunschkennzeichen.

Absolut schlechte Geschenke
Auf diese Geschenke sollte man unbedingt verzichten: Das absolute "No-No" unter dem Christbaum sind Krawatten, über die sich nur drei Prozent aller Befragten freuen würden, gefolgt von Gymnastik-Videos und -büchern (annähernd fünf Prozent), Socken (fünf Prozent) und Pyjamas oder Hausanzügen (sieben Prozent). Deko-Gegenstände, Unterhosen und Bonbonnieren zählen ebenfalls nicht zu den großen Rennern. Die "unfreiwilligen Täter" bei diesen Geschmacksentgleisungen sind laut Umfrage in den meisten Fällen Mütter, gefolgt von Lebenspartnern und Schwiegermüttern.

Auch an ihr schrecklichstes Weihnachtsgeschenk haben sich die Umfrageteilnehmer erinnert: Kratzige Pullover in falschen Farben und Größen, womöglich handgestrickt, Oma-Unterhosen im Dreier-Pack, vier Pyjamas auf einmal, Socken mit Bambi-Motiv, kitschige Deko-Gegenstände, Haarlockenstab für Dame mit Naturwellen und frivole Spielzeuge minderer Qualität wurden hier genannt.
(apa/red)

8.11.2007 10:44