Versicherung fordert Winterreifen-Wechsel: Mitverschulden mit Sommerpneus möglich
- Kasko könnte bei grober Fahrlässigkeit nicht zahlen
- Bei Kälte haben Winterreifen einen besseren Gripp

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Viele Autofahrer unter- schätzen die Auswirkung
Die Generali Versicherung appelliert an die Autofahrer, spätestens jetzt auf Winterreifen umzusteigen. Schneebedeckte und eisglatte Fahrbahnen haben bereits zu ersten Behinderungen und erhöhtem Unfallrisiko geführt. In Österreich gebe es zwar keine Winterreifenpflicht, dennoch wird ihre Verwendung dringend empfohlen, so die Generali-Vorstand Walter Kupec.
"Winterreifen sind in der kalten Jahreszeit ein wichtiges Sicherheitsplus, um in erster Linie Gesundheit und Menschenleben nicht zu gefährden", so Kupec. Auch bei Unfällen kann ein Verzicht auf Winterreifen für die Autofahrer nachteilige Folgen haben, wenn die Ursache an der Verwendung von Sommerreifen liegt. Aufgrund des langen Bremsweges auf einer verschneiten Straße kann sich beispielsweise ein Mitverschulden ergeben. In der Kfz-Haftpflichtversicherung kann der Autofahrer dadurch ins Malus rutschen.
Kasko zahlt vielleicht nicht
Verursacht der Lenker einen Schaden grob fahrlässig, kann er in der Kaskoversicherung leer ausgehen. Wann ein solches Verhalten vorliegt, ist nicht klar gesetzlich geregelt, sondern wird nur im Einzelfall beurteilt. Das Fahren mit Sommerreifen bei Schnee und Eis wird dabei als auffallende Sorglosigkeit gewertet. Auch mehrere leichte Fahrlässigkeiten können in Summe zum Vorwurf der groben Fahrlässigkeiten werden, so die Generali.
Winterpneus sind besser
Die Versicherung empfiehlt Winterreifen auch ohne Eis und Schnee. Bereits Temperaturen von unter plus sieben Grad führen bei Sommerreifen zu einer Verhärtung der Gummimischung, wodurch die Haftung auf der Fahrbahn verringert wird. Winterreifen dagegen bestehen aus einer speziell kältetauglichen Gummimischung, die die Reifen weicher macht und so die ziehende Kraft erhöht. (APA/red)
