Der Kampf um die Rauchhoheit

,No Smoking. Wieso die Wirte vor der Zukunft zittern. Und wie sie jetzt die Rauchfrage selbst lösen wollen.
Nein, geschimpft oder beschwert hat sich bislang niemand, Gratulationen sind hingegen häufig, sagt Sabine März, Chefin des Agnesbrünnl auf Wiens höchstem Berg, dem Hermannskogel.
Dabei haben der Frau, die in dritter Generation das Ausflugslokal auf der Jägerwiese führt, die Knie ziemlich geschlottert, als sie sich vor drei Monaten zu einem großen Schritt entschloss: Rauchfrei sollte ihr Gasthaus künftig sein und zwar nicht, weil es die Politik fordert, sondern es vielmehr einige Gäste wollten. Die Wanderer kommen eben wegen der guten Luft hier herauf, und diese war früher vom Rauch im Lokal wie weggeblasen. Gerade Familien mit Kindern sind froh, dass bei uns nun nicht mehr geraucht wird, erzählt März, die den von vielen Gastronomen befürchteten Gästeschwund durch die verordnete Rauchfreiheit zumindest in ihrem Lokal bislang nicht bemerkt hat.
In der Politik scheidet die Diskussion um den blauen Dunst in den Lokalen weiterhin die Geister: Zwar ist mittlerweile klar, dass Rauchen spätestens ab 2009 nur noch in abgetrennten Räumen erlaubt sein wird, strittig bleibt hingegen, ob künftig auch im Schankraum No Smoking herrschen wird.
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