Montag, 5. November 2007

Die Akte Dinosaurier in NEWS: Das Bild
der Urzeit-Giganten hat sich gewandelt

  • Buch fasst neue wissenschaftliche Fakten zusammen
  • Viele Saurier waren gefiedert oder hatten Krebs

Urzeit-Giganten. Das Bild der Könige des Erdmittelalters hat sich gewandelt: Viele Saurier waren gefiedert, brüteten Eier aus und hatten sogar Krebs. Ein Buch fasst die neuen wissenschaftlichen Fakten zusammen.

Als nackte Schuppentiere trieben Velociraptor und andere urzeitliche Bösewichte noch 1993 in Steven Spielbergs Dino-Klassiker Jurassic Park ihr Unwesen. Inzwischen hat sich das Bild der populären Giganten gewandelt. "Heute wissen wir, dass die meisten Dinosaurier befiedert waren. In Zukunft wird sich wahrscheinlich herausstellen, dass noch mehr Dinosaurierarten ein Daunen-oder Federkleid getragen haben, als bisher angenommen", meint Alexander Lukeneder. Der 35-jährige Paläontologe, seit 2004 Kurator der Erdmittelalter-Sammlung im Naturhistorischen Museum Wien, fasst in seinem Buch "Die Akte Dinosaurier. Den Riesenechsen auf der Spur" (Seifert-Verlag, E 22,90) die neuesten Erkenntnisse der Dino-Forschung in kompakter, anschaulicher Form zusammen und beantwortet auch die 50 meistgestellten Fragen rund ums Thema Dinosaurier.

Biblisches Relikt
Bei seinen Recherchen kam Lukeneder darauf, dass es jede Menge Teil- und Detailwissen gibt, aber noch keine echte Zusammenschau über diese extrem erfolgreiche Tiergruppe, die von der oberen Trias vor etwa 230 Millionen Jahren bis zum Ende der Kreide vor etwa 65 Millionen Jahren unseren Planeten beherrschte. Also hat er die vorliegenden Puzzlesteine über die spektakulärsten Wesen, die je auf der Erde gelebt haben, zu einem Bild zusammengefügt. Etwa jene Anekdote von der 1802 in Massachusetts beim Pflügen entdeckten ersten Dinosaurier-Fährte. Damals glaubte man noch an ein biblisches Relikt: Der dreizehige Abdruck wurde dem Raben zugeschrieben, den Noah von seiner Arche fliegen ließ, um die Nähe des Festlandes zu überprüfen.

Oder die neuesten Erkenntnisse, wonach etwa Tyrannosaurus Rex, der König der Dinosaurier, nicht nur über einen sehr guten Geruchs- und Gehörsinn verfügte, sondern auch annähernd so gut wie ein Falke sehen konnte. Das ergaben Lasertests sowie die neuesten Methoden der Computertomografie, die es erlauben, winzige Mikrostrukturen im Schädel von T. Rex zu finden und die Gehörgänge zu rekonstruieren.

Den ganzen Artikel lesen Sie im NEWS 44/07!

5.11.2007 12:09