Meinl Power beteiligt sich an Gaskraftwerk:
Investiert 12 Mio. bei ungarischem Projekt
- MIP-Chef Haider kündigt 233 Megawatt Kraftwerk an
- Megaprojekt soll Anfang 2010 den Betrieb aufnehmen
Die börsenotierte Gesellschaft Meinl International Power Ltd. (MIP) rund um Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und den ehemaligen Verbund-Chef Hans Haider beteiligt sich als Juniorpartner mit rund 12 Mio. Euro an einem Gaskraftwerk in Ungarn. Gemeinsam mit dem größten ungarischen Energieversorger MVM werde im ostungarischen Vasarosnameny ein Kraftwerk mit einer Leistung von 233 Megawatt errichtet, gab MIP-Chef Haider in Wien bekannt.
Die Gesamtinvestitionskosten für das Kraftwerk belaufen sich auf rund 140 Mio. Euro, wovon 65 Prozent fremdfinanziert werden sollen. An der gemeinsamen Projekterrichtungsgesellschaft Karpat Energo Zrt. hält MIP zunächst 24 Prozent, die staatliche ungarische MVM hält 51 Prozent. Die restlichen 25 Prozent entfallen auf die ungarische Projektentwicklungsgesellschaft System Consulting Zrt., die unter der Leitung des früheren ungarischen Energieministers Laszlo Kapolyi steht. MIP besitzt für diesen 25-Prozent-Anteil eigenen Angaben zufolge eine Kaufoption, die innerhalb von 2 Jahren nach vollständiger Inbetriebnahme des Kraftwerkes ausgeübt werden kann. Die entsprechenden Verträge seien bereits unterzeichnet worden, berichtete Haider.
2010 in Betrieb
Das Kraftwerk soll bis Mitte 2009 fertiggestellt werden und Anfang 2010 den vollen Betrieb aufnehmen. Damit kann der Strombedarf einer ungarischen Stadt mit rund 140.000 Einwohnern gedeckt werden.
"Closing" für Anfang 2008 erwartet
Die für das Projekt erforderlichen gesellschaftsrechtlichen und regulatorischen Genehmigungen stehen noch aus. Von MIP liegt die Board-Genehmigung vor. Das Closing werde für das erste Quartal 2008 erwartet. Vasarosnameny liegt im Nordosten Ungarns in unmittelbarer Nähe zur ungarischen Gasversorgungsinfrastruktur.
Antwort auf freien Strommarkt
"Das Kraftwerksprojekt in Vasarosnameny ist die Antwort auf die steigende Nachfrage nach Spitzenstrom auf dem freien Strommarkt in Ungarn. Es wird zur Regulierung des ungarischen Strommarktes zu attraktiven wirtschaftlichen Bedingungen beitragen", so Haider.
Mit der Performance der MIP-Aktie "sind wir natürlich nicht zufrieden", räumte der MIP-Chef ein. "Wir sind an der Börse deutlich unterbewertet." Der innere Wert der Aktie betrage 9,30 Euro, der aktuelle Börsenkurs liegt bei 7,09 Euro. Haider: "Da ist eine ganz schöne Reserve drinnen - wenn ich reich genug wäre, hätte ich schon ein Übernahmeangebot gemacht."
(apa/red)


