Dienstag, 30. Oktober 2007

MOL verärgert über den politischen Druck:
'Imperialistisches Gehabe Österreichs lästig'

  • MOL: "Würden Vollprivatisierung der OMV begrüßen"
  • Sprecher Ferencz mit direkter Kritik an Bartenstein

Dem ungarischen Öl- und Gaskonzern MOL wird der politische Druck aus Österreich im Zusammenhang mit den Bemühungen der OMV, den ungarischen Konkurrenten zu übernehmen, zunehmend lästig. Zahlreiche Unternehmen in Zentral- und Osteuropa würden dieses "imperialistische Gebaren" kritisch zur Kenntnis nehmen, ließ MOL-Sprecher Szabolcs Ferencz Wirtschaftsminister Martin Bartenstein ausrichten.

Der MOL über die Regierung in Budapest etwas vorzuschreiben, werde nicht funktionieren, erklärte Ferencz im "WirtschaftsBlatt". Dass dies bei der OMV funktioniere, sei nachvollziehbar, funktioniere aber so nicht in Ungarn. Im übrigen würde die MOL eine volle Privatisierung der OMV begrüßen, "da die OMV dann den gleichen Herausforderungen des Kapitalmarktes unterworfen wäre wie wir." Wirtschaftsminister Bartenstein wollte die Aussagen des MOL-Sprechers gegenüber dem nicht kommentieren.

(apa/red)

30.10.2007 11:16