Dienstag, 30. Oktober 2007

'Erste Bank' verbucht Rekordgewinnwerte: Gewinne bereits um 28% höher als erwartet

  • Sicher durch krisengeschütteltes 3. Banken-Quartal
  • Vorsteuergewinn auf 1,35 Mrd. Euro gewachsen

Die Erste Bank ist mit neuen Rekordwerten beim Betriebsgewinn durch das weltweit krisengeschüttelte dritte Banken- Quartal gegangen. In amerikanischen Subprime-Papieren ist die Erste Bank nicht investiert. Die internationalen Subprime-Krisenfolgen haben aber auch bei der börsenotierten österreichischen Großbank zu Abschreibungen bei strukturierten Produkten (ABS, CDOs) von 20 Mio. Euro geführt.

"Bei unveränderten Marktbedingungen ist damit der gesamte Abewertungsbedarf gedeckt", teilte die Erste Bank früh mit.

Den Ausblick für 2007 hat der Vorstand neuerlich bekräftigt. Demnach bleibt es trotz des schwierigen Marktumfelds bei einem erwarteten Anstieg des Konzernjahresübeschusses um zumindest 25 Prozent im Gesamtjahr.

Vorsteuergewinn
In den ersten neun Monaten ist der Vorsteuergewinn (Periodenüberschuss vor Steuern) um 29,1 Prozent auf 1,35 Mrd. Euro gewachsen. Ohne die seit Mitte Oktober 2006 mitbilanzierte rumänische Großbank BCR wäre es ein Plus von 5,0 Prozent auf 1,098 Mrd. Euro gewesen.

Der Nettogewinn (Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheiten) stieg in den ersten neun Monaten um 27,9 Prozent auf 837,9 Mio. Euro. Ohne BCR wären es plus 5,8 Prozent auf 693 Mio. Euro gewesen. Der Cash-Gewinn je Aktie stieg von 2,20 auf 2,80 Euro (ausgewiesener Gewinn je Aktie: 2,69 Euro).

"Gut unterwegs"
Das Ergebnis der ersten drei Quartale belegte für Erste-Chef Andreas Treichl, "dass wir als Gruppe sehr gut unterwegs sind." Angesichts der Turbulenzen an den Finanz- und Kreditmärkten sei man auf das erzielte operative Ergebnis "besonders stolz."

Es zeige nämlich die Stärke des Geschäftsmodells der Gruppe, "das uns langfristig ein solides Wachstum sichert und uns nicht in risikoreiche Wertpapier- und Derivatgeschäfte drängt."

(apa/red)

30.10.2007 08:58