Donnerstag, 1. November 2007

Sind 150.000 Pfund pro Woche "obszön"?
Britischer Minister kritisiert Fußball-Gehälter

  • "Damit nimmt man Fußball den einfachen Fans weg"

Der britische Sportminister Gerry Sutcliffe hat die sich immer mehr nach oben schraubenden Gehälter in der englischen Premier League kritisiert. "Viel Glück für John Terry (Anm.: Kapitän von Chelsea), aber ich glaube, es ist obszön, 150.000 Pfund (rund 217.000 Euro) pro Woche zu verdienen", sagte der Politiker im Rahmen einer Konferenz der Sportindustrie.

"Chelsea ist mit 250 Millionen Pfund (361 Mio. Euro) in den Roten Zahlen und der Club mag in der Lage sein, dies zu bewältigen, aber das ist nicht die reale Welt. Das ist nicht aufrecht zu erhalten", meinte Sutcliffe, der erst in diesem Jahr als Nachfolger von Richard Caborn den Ministerposten übernommen hatte.

Manchester United hätte heuer den Preis der Saisonkarten um 13 Prozent erhöht. "Damit nimmt man Fußball den einfachen Fans weg. Wir möchten nicht in einer Position sein, wo die Leute diesem Sport entfremdet werden", so Gerry Sutcliffe, der auch nachdrücklich die Vorbildfunktion der Topspieler reklamierte. (apa/red)

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1.11.2007 20:47