Dienstag, 30. Oktober 2007

Keine Angst am Verteilerkreis vor Frankie:
Setzt Stronach der Austria ein Ultimatum?

  • Einbindung der Akademiker für Mäzen mangelhaft
  • Erste Reaktion? Vertrag mit Stürmer Okotie bis 2010

Die angeblichen Aussagen von Frank Stronach in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift "Sportwoche" hat die Funktionärsetage des FK Austria Magna nicht aufgeschreckt. "Das kommentiere ich nicht, sondern ich konzentriere mich auf meine Arbeit", sagte Trainer Georg Zellhofer auf der Pressekonferenz vor der Schlager-Partie gegen SV Mattersburg in Wien. Der Mäzen wundert sich in dem Medium, warum die Abgänger seiner Akademie in Hollabrunn noch immer nicht bei den Profis spielen.

Zellhofer glaubt, dass der sich in der T-Mobile-Bundesliga führende Cupsieger derzeit auf einem guten Weg befinde und wies daraufhin, dass im jüngsten Liga-Spiel in Innsbruck neun Österreicher in der Startelf gestanden sind. General Manager Thomas Parits sieht die Situation genauso, für ihn ist "das Thema gar nicht aktuell". Alle Abgänger der Hollabrunner Stronach-Akademie (FSA) bekämen in der Red Zac Erste Liga eine Chance.

"Wer gehen will, den halten wir nicht"
"Jeder Bursch, der von der FSA kommt und gut ist, bekommt bei uns die Möglichkeit, sich zu entwickeln. Doch jeder der gehen will, den halten wir nicht, wollen wir nicht blockieren", erklärte Parits. Dass der Mäzen seit Sommer den Ostliga-Aufsteiger SV Wienerberger, wo die Stronach-Berater Peter Svetits und Ernst Neumann im Direktorium sitzen, mit FSA-Akteuren versorgt, wird am Verteilerkreis durchaus positiv gesehen.

"Diese Unterstützung ist von der Austria völlig unabhängig. Das ist ja gar nicht schlecht, weil mit der Ostliga eine weitere Stufe zwischen Akademie, Red-Zac-Liga und Austria-Profis geschaffen wird", meinte Austria-Manager Markus Kraetschmer. Dass Stronach, der als Sponsor an die Austria rund sechs Millionen Euro überweist, seine Geldquellen für die Veilchen am Saisonende abdrehen könnte, wenn die FSA-Quote nicht steigt, ist noch nicht entschieden.

Schlüsselfaktor Rothneusiedl
General Manager Parits rechnet mit einer Entscheidung bis Mitte Jänner. Aber eine mögliche weitere Zusammenarbeit mit dem Magna-Gründer hängt ohnehin von einem anderen Faktor ab . Die Schlüsselfrage sei nach wie vor die Errichtung eines neuen Stadions in Rothneusiedl. "Was das Stadion betrifft, sind wir nur in der Zuschauerrolle", sagte Kraetschmer. Die endgültige Entscheidung fällt in Gesprächen zwischen Gemeinde Wien, Magna und einigen Grundstück-Eigentürmern.

Okotie bleibt bis 2010
Austria Magna, Tabellenführer der T-Mobile-Bundesliga, setzt auf die Fußball-Zukunft von Rubin Rafael Okotie. Die Wiener verlängerten am Dienstag den Vertrag mit dem Stürmer bis Saisonende 2010. Der 20-Jährige, ein Abgänger der Stronach-Akademie in Hollabrunn und WM-Vierter 2007 mit dem ÖFB-U20-Nationalteam, hat in dieser Saison drei Einsätze in der Profi-Elf und neun Spiele für die violetten Amateure mit sechs Toren absolviert. (apa/red)

30.10.2007 17:15