LASK lässt Wackers Laterne rot aufglühen:
Linzer vernichten Tiroler Hoffnungen mit 5:0
- Doppelschlag von Vastic leitete bittere Schlappe ein
- Innsbrucker mittlerweile weit abgeschlagen Letzter

·Kampf um Tabellen- spitze unentschieden
Austria vs. Mattersburg endet mit brisantem 2:2
Mit einem 5:0-(2:0)-Heimsieg gegen Wacker Innsbruck hat sich der LASK wieder auf den zweiten Platz der T-Mobile Fußball-Bundesliga geschossen und für ein jähes Ende des kleinen Tiroler Aufschwungs gesorgt. Dank eines Doppelpacks von Ivica Vastic sowie dreier Treffer von Hoheneder, Mayrleb und Mijatovic feierte der Aufsteiger gegen das Tabellenschlusslicht den höchsten Sieg der Saison.
Aus dem Häuschen waren nach dem Kantersieg aber nicht nur die Linzer Fans, sondern schon vor der Partie die Spieler beider Teams. Schließlich hatte der gestrenge Spielleiter Fritz Stuchlik die Schienbeindeckel einiger Spieler für zu klein befunden, sich schließlich aber doch dazu entschieden, die Partie ohne Verzögerungen anzupfeifen.
Der LASK startete fulminant. Und das, obwohl Linz-Coach Karl Daxbacher seinen zweiten Stürmer Mario Mijatovic vorerst auf die Bank beordert hatte. Schon in der ersten Minute ließ Mayrleb die Tiroler Alarmglocken schrillen, konnte nach einem Abwehrpatzer aus wenigen Metern aber nicht reüssieren. Ivica Vastic knallte nur drei Minuten später einen Volleyversuch aus Kurzdistanz am Kasten vorbei und setzte in der 14. Minute einen Freistoß an die Latte - Mayrleb vergab im Nachschuss.
Innsbruck konnte sich zwar einige Male aus der Umklammerung befreien, sorgte etwa durch einen Kolousek-Heber knapp übers Tor (22.) für dicke Luft. Es sollte aber eine kurze Phase bleiben, die der LASK mit einem Doppelschlag nach etwas mehr als einer halben Stunde beendete. Auch dank zweier Abwehrpatzer der Gäste. Erst antizipierte Mayrleb den als Rückgabe auf Tormann Pavlovic gedachten Kopfball von Innsbrucks Verteidiger Knabel und legte mustergültig für Vastic auf, der nur noch einzuschieben brauchte (32.).
Fünf Minuten später war es erneut "Altmeister" Vastic, der diesmal nach Vorarbeit des stark agierenden Matthias Dollinger den Ball aus rund zwölf Metern unter die Latte und in den Innsbrucker Kasten hämmerte (37.) - das achte Saisontor für den 38-Jährigen.
Die Daxbacher-Elf schloss nach Wiederanpfiff nahtlos am zuvor Gezeigten an. Nach einem Dollinger-Eckstoß kam U21-Verteidiger Niklas Hoheneder alleinstehend zum Ball, drückte diesen zum 3:0 und zur Vorentscheidung über die Linie (50.). Eine Rote Karte für Ferdinand Feldhofer, der Matthias Dollinger im Strafraum von hinten zu Fall gebracht hatte, läutete in der 52. Minute schließlich das Debakel für die Gäste ein.
Nach dem fünften Platzverweis für einen Innsbrucker in der laufenden Saison, ließ sich Mayrleb die Gelegenheit nicht nehmen, verwertete den Elfer auch mit der Hilfe von Pavlovic zum 4:0 (53.).
Wohl bemühten sich die dezimierten Gäste noch, Schlimmeres zu verhindern. Eine Ergebniskosmetik blieb der wie paralysiert wirkenden Elf von Interimscoach Helmut Kraft aber dennoch verwehrt. Der in der 56. Minute für Wendel eingewechselte Mijatovic besorgte rund eine Viertelstunde vor dem Abpfiff nach einem schönen Lochpass von Vastic den Endstand von 5:0 (77.). (apa/red)
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