Lakers starten mit Heimpleite in Saison:
NBA-Titelverteidiger Spurs schlagen Blazers
- 45 Punkte von Alleinunterhalter Bryant reichen nicht
- Utah Jazz schlagen die Golden State Warriors 117:96

Im Spitzenspiel der ersten Runde der NBA haben die Los Angeles Lakers gegen die Houston Rockets trotz einer Gala-Vorstellung des umstrittenen Superstars Kobe Bryant eine 93:95-Heimpleite hinnehmen müssen. Titelverteidiger San Antonio Spurs hat die neue Saison hingegen standesgemäß eröffnet. Die Texaner siegten zum Auftakt mit 106:97 über die Portland Trail Blazers.
In San Antonio hatte NBA-Commissioner David Stern den Spurs- Spielern vor Spielbeginn die Meisterringe überreicht, anschließend wurde das offizielle Championship-Banner unter dem Jubel der 18.797 Zuschauer unter das Hallendach des ausverkauften AT&T-Centers gezogen. Im Spiel selbst zeigte sich Tim Duncan mit 24 Punkten und 13 Rebounds bereits zum Auftakt in Meisterform. "Das war ein hervorragender Saisonstart. Es war zwar nicht unbedingt hübsch anzusehen, aber es macht Spaß zu siegen", meinte Coach Gregg Popovich.
Ganz und gar nicht umjubelt war der Saisonauftakt der Lakers. Der von 18.997 Zuschauern mit einem Pfeifkonzert empfangene, abwanderungswillige Bryant bot mit 45 Punkte als Alleinunterhalter zwar eine große Show, wie so oft fiel der Rest des Teams jedoch merkbar ab. "Sie verstehen die gesamte Situation nicht, weil ich meinen Mund geschlossen halte - wie ich sollte", erklärte der 29-jährige Topstar der Kalifornier zum so gar nicht herzlichen Empfang. "Sie sollten uns nach unserem Spiel beurteilen. Das Geschäftliche sollte hinter verschlossenen Türen bleiben."
LA-Coach Phil Jackson umriss die Leistung seines Teams treffend: "Ich denke, wir haben heute das Beste und das Schlechteste davon gesehen, wie wir spielen. Wir hatten einige nette Momente, machen aber auch komödienhafte Fehler." Im dritten Spiel gewannen die Utah Jazz bei den Golden State Warriors mit 117:96. Carlos Boozer war mit 32 Zählern bester Werfer des Titelmitfavoriten.
(apa/red)
