Kinderhandel oder Wohltätigkeit: Tschad erlebt Staatsaffäre um Hilfsorganisation!
- Franzosen wollten 100 Kinder nach Europa bringen
- Frankreichs Sarkozy holt Landsleute nach Hause
In der Affäre um die mutmaßlich geplante Entführung von mehr als 100 Kindern aus dem Tschad hat ein Ermittlungsrichter in N'Djamena die Freilassung von sieben Festgenommenen angeordnet. Sowohl die drei französischen Reporter als auch vier spanische Stewardessen könnten "im Justizpalast ihre Sachen abholen und sich zum Flughafen begeben", entschied Richter Jean-Bernard Padaré.
Unterdessen traf der französische Präsident Sarkozy im Tschad ein, der die Freigelassenen am Abend mit seiner Maschine mit nach Paris nehmen wollte. Sarkozy wurde von seinem tschadischen Kolleben Idriss Déby empfangen, mit der er über die insgesamt 17 Festnahmen und deren Hintergründe sprechen wollte.
Sechs Mitarbeiter von Arche de Zoé wollten vor zehn Tagen 103 afrikanische Kinder aus dem östlichen Tschad ausfliegen, um sie "vor dem sicheren Tod zu retten". Angeblich handelte es sich um Waisenkinder aus dem Sudan, der östlich an den Tschad angrenzt. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, das UNO- Flüchtlingskommissariat und das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF fanden nach eigenen Angaben jedoch heraus, dass die meisten der Kinder aus dem Tschad stammen und keine Waisen sind.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
