Um Versöhnung bemüht: UN-Gesandter Gambari sprach mit Burmas Militärjunta
- Junta erklärte Gambari zur unerwünschten Person
- Offiziell zehn Menschen bei Demonstrationen getötet

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Der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari hat sich erneut um Versöhnungsgespräche zwischen der Militärregierung und der Opposition in Burma bemüht. Gambari traf nach UN-Angaben mit zwei Vertretern der Junta zusammen, Außenminister Nyan Win und Arbeitsminister Aung Kyi. Ein Gespräch mit Junta-Chef General Than Shwe war Diplomaten zufolge dagegen unwahrscheinlich. Die Junta hatte vor Gambaris Eintreffen den hochrangigsten Vertreter der Vereinten Nationen im Land zur unerwünschten Person erklärt.
Gambari könnte in Rangun möglicherweise mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi sprechen, wie Diplomaten erklärten. Der UN-Gesandte war während seines ersten Besuchs in Burma nach der gewaltsamen Unterdrückung der friedlichen Proteste Ende September zwei Mal mit der Friedensnobelpreisträgerin zusammengetroffen.
Die Junta hatte dem UN-Beamten Charles Petrie vorgeworfen, seine Befugnisse überschritten zu haben. Petrie hatte der Militärregierung vorgeworfen, nicht auf die wirtschaftlichen und humanitären Bedürfnisse der Bevölkerung eingegangen zu sein, und dies als Auslöser der Massenproteste in dem südostasiatischen Land bezeichnet.
Beim Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten wurden nach offiziellen Angaben zehn Menschen getötet, nach Angaben von Dissidenten und Diplomaten ist die Zahl der Todesopfer jedoch weitaus höher. Tausende Menschen wurden festgenommen.
(apa/red)
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