Schlag gegen Rauschgift-Mafia gelungen: Schmuggler bei europaweiter Aktion gefasst
- Auch österreichische Behörden waren beteiligt
- 25 Mitglieder einer Großdealergruppe geschnappt

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Pävention & Aufklärung stehen im Mittelpunkt
Die Polizei hat bei einer europaweiten Aktion 25 Mitglieder einer mutmaßlichen Rauschgift-Mafia festgenommen. Die albanisch-kroatische Gruppe soll in großem Umfang Heroin und Kokain nach Italien und Kroatien geschmuggelt haben, teilten die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt mit. In Italien wurden 76 Kilogramm Kokain und 26 Kilogramm Heroin im Gesamtwert von 15 Millionen Euro sichergestellt, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.
Drei Verdächtige wurden in Deutschland festgenommen, darunter in Hofheim bei Frankfurt einer der mutmaßlichen Anführer. Der 36 Jahre alte Kroate soll eine Yacht und mehrere Grundstücke in seinem Heimatland sowie ein Nummernkonto mit 500.000 Euro in der Schweiz besessen haben.
Die weiteren in Deutschland festgenommenen Verdächtigen waren ein 28 Jahre alter Berufsboxer serbisch-montenegrinischer Herkunft in Essen und eine 24 Jahre alte polnische Prostituierte in Hamburg. Alle drei Beschuldigten sollen laut Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu nach Italien ausgeliefert und dort vor Gericht gestellt werden.
Insgesamt wurden in sechs europäischen Ländern 34 Wohnungen durchsucht, elf davon in Deutschland, wo rund 100 Polizisten beteiligt waren. Wegen der besonderen Gefährlichkeit der Verdächtigen waren Spezialeinheiten der deutschen Landes- und Bundespolizei eingesetzt. Europaweit seien Vermögenswerte von acht Millionen Euro gesichert worden, teilten die Behörden mit. Die Ermittler fanden neben den Wertgegenständen auch Waffen, falsche Pässe und eine größere Menge Streckmittel für Drogen.
Internationale Ermittlungen
Die Ermittlungen wurden von der Finanzpolizei im italienischen Trient in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei aus Deutschland, Österreich, Holland, Luxemburg und Kroatien geleitet, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa weiter. In Italien wurden 14 Verdächtige festgenommen, zwölf sind noch flüchtig. Bei den Inhaftierten handelt es sich um Albaner, Serben und Kroaten. In den Niederlanden wurden ein Serbe und ein Bosnier festgenommen. Eingeleitet wurden die Ermittlungen im Jahr 2005.
(apa/red)
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