Internationale Irak-Konferenz in Istanbul: Türkei beharrt auf harten Kurs gegen PKK
- Rice in Ankara: 'Wir haben einen gemeinsamen Feind'
- Türkischer Außenminister: "Zeit der Worte ist vorbei"

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Plus: Überwachung des Luftraums vorgeschlagen
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Häufig gespalten und ohne eigenen Staat
Zum Auftakt der internationalen Irak-Konferenz in Istanbul hat der türkische Außenminister Ali Babacan die Entschlossenheit seiner Regierung zum Vorgehen gegen kurdische Rebellen im Nordirak bekräftigt. "Die Zeit der Worte ist vorbei", sagte Babacan nach Gesprächen mit US-Außenministerin Condoleezza Rice in Ankara. Nun müsse gehandelt werden.
Rice beriet mit der türkischen Führung über eine wirksame Bekämpfung der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die Konferenz in Istanbul begann auf Diplomatenebene. An ihr nahmen Vertreter der Nachbarstaaten, der G-8-Länder und der UN-Vetomächte teil.
Schlüsselrolle der USA
Babacan betonte, die US-Regierung spiele eine "Schlüsselrolle" bei der Lösung des Konflikts. "Wir müssen an Maßnahmen und Methoden arbeiten, die effektive Ergebnisse herbeiführen", sagte der Außenminister. Außer mit Babacan sprach Rice auch mit Präsident Abdullah Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Zuvor hatte sie angekündigt, sie wolle den türkischen Politikern die klare Botschaft übermitteln, "dass die PKK der gemeinsame Feind der Türkei, der USA und des Irak ist."
"Achse Washington-Ankara"
Bei einem Besuch in Ankara hat US-Außenministerin Condoleezza Rice der türkischen Regierung grundsätzliche Unterstützung im Kampf gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zugesagt. "Wir haben einen gemeinsamen Feind", sagte Rice schon auf dem Flug in die Türkei. Auf einer Pressekonferenz mit dem türkischen Außenminister Ali Babacan fügte sie später hinzu, dass die "Bedrohung seitens der PKK" nicht nur die Türkei, sondern auch die Vereinigten Staaten betreffe.
Rice versprach der Türkei, dass die USA "ihre Bemühungen verdoppeln" wollten, um gemeinsam zu einer Lösung zu kommen. So werde man den Druck auf den irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki verstärken, damit ein konsequentes Vorgehen gegen die kurdischen Rebellen im Nordosten des Irak gewährleistet sei. Auch seien die Geheimdienste in der Region angewiesen worden, die dortige Lage gezielt zu beobachten. Die Informationen würden der türkischen Regierung zur Verfügung gestellt.
Einmarsch der Türkei?
Die Türkei droht seit Wochen mit einem Einmarsch in den Norden des Irak, wo wichtige Stützpunkte der PKK liegen. Sie wirft den Kurden im Nachbarland vor, die PKK zu unterstützen. Die USA und die irakische Zentralregierung, die im Kurdengebiet des Landes wenig Einfluss hat, sind gegen einen militärischen Angriff. Erdogan wird in der kommenden Woche in Washington erwartet, um mit Präsident George W. Bush über das Problem zu beraten.
(apa/red)
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