Donnerstag, 1. November 2007

Türkei im Kampf gegen PKK-Unterstützer:
Jetzt folgen harte wirtschaftliche Sanktionen

  • Türkische Regierung kündigt ernste Maßnahmen an
  • PLUS: Auch Zusammenzug zehntausender Soldaten

Die kurdischen PKK-Rebellen im Nordirak haben die türkische Regierung aufgerufen, einen Friedensplan vorzulegen, der ihnen ein Ende des bewaffneten Kampfes gegen die Führung in Ankara ermöglichen solle. "Ich rufe die Türkei auf, den Mut zu haben, einen Friedensplan zur Lösung des Problems vorzulegen", sagte ein Sprecher der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).

Die türkische Regierung hat indessen Flüge in den Norden des Irak durch den türkischen Luftraum verboten. Wie der türkische Nachrichtensender NTV unter Berufung auf Behördensprecher berichtete, wurde eine Sperrung des türkischen Luftraums ausschließlich für Flüge in Richtung Nordirak verhängt. Die Maßnahme sei Teil einer Reihe von wirtschaftlichen Sanktionen, die gegen Unterstützer der kurdischen Rebellen im Nordirak gerichtet seien, berichtete der Fernsehsender NTV.

Kämpfe im Kurdengebiet nahmen zu
Die türkische Regierung hatte beschlossen, Unterstützergruppen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK mit Wirtschaftssanktionen zu bestrafen. Nähere Informationen lagen zunächst nicht vor. Die PKK, die von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Vereinigung eingestuft wird, hatte ihre Angriffe auf türkische Soldaten im Südosten der Türkei in den vergangenen Wochen verstärkt. Die Türkei verlangt seither mehr internationale Unterstützung im Kampf gegen die Rebellen und droht andernfalls mit einem Einmarsch in das Kurdengebiet des Nordirak.

Dort liegen Stützpunkte der PKK, die nach türkischer Überzeugung zudem von den Kurden im Nordirak unterstützt wird. Die irakische Regierung in Bagdad und die Kurdenführer des Nordirak hatten in den vergangenen Tagen Maßnahmen zugesagt, welche die Bewegungsfreiheit der PKK einschränken sollen. (APA/red)

1.11.2007 14:11