Atomausstieg wird ein lukratives Geschäft:
Nordkorea erhält dafür 500.000 Tonnen Öl
- Nordkorea will damit seine Kraftwerke instandhalten
- Atomanlagen sollen bis Ende 2007 eingestellt werden

·Chronik: Beziehung der beiden Koreas
Eine jahrzehntelange Geschichte der Trennung
·Vereinbarung beim Korea-Gipfeltreffen
Kernpunkte im Überblick:
Nord-Süd-Annäherung
Nordkorea soll im Gegenzug zum Abbau seines umstrittenen Atomprogramms Energieausrüstungen und andere Hilfen im Gegenwert von 500.000 Tonnen Heizöl erhalten. Darauf hätten sich beide koreanischen Staaten, die USA, China, Russland und Japan in zweitägigen Beratungen auf Expertenebene geeinigt, teilte der südkoreanische Unterhändler Lim Sung Nam in Panmunjom an der innerkoreanischen Grenze mit. Der Rest der noch ausstehenden Hilfen, die mit Nordkorea bereits im Februar im Rahmen der sogenannten Sechs-Länder-Gespräche über ein Ende seines Atomwaffenprogramms ausgehandelt wurde, soll in Form von 400.000 Tonnen schwerem Heizöl erfolgen.
Die Vereinbarungen der Arbeitsgruppe über Wirtschafts- und Energiekooperation müssen noch offiziell von den jeweiligen Chefunterhändlern der Sechser-Verhandlungen gebilligt werden. Das verarmte kommunistische Land will jedoch Lim zufolge einen Teil der geplanten Hilfen dazu nutzen, seine Kraftwerke instand zu halten. In einigen Fällen müsse allerdings noch sichergestellt werden, dass die von Nordkorea erwünschten Ausrüstungsgegenstände "tatsächlich dazu genutzt werden, Kraftwerke zu reparieren und instand zuhalten", wurde Lim von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert.
Anfang Oktober hatte Pjöngjang zugesagt, bis spätestens Ende 2007 seine umstrittenen Atomanlagen zu schließen und sein gesamtes Nuklearprogramm offenzulegen.
(apa/red)
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