Barzani hofft auf eine friedliche Lösung:
Kurdenchef ruft PKK zu Gewaltverzicht auf
- Zur Türkei: "Akzeptiere keine Befehle der Türkei"
- Barzani will Freilassung von acht türkischen Soldaten

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·Türkei lehnt Waffen-
ruhe mit Rebellen ab
Irak will Aktionen der PKK nicht mehr dulden
·Hälfte der 30 Mio. Kurden leben in Türkei
Häufig gespalten und ohne eigenen Staat
Der irakische Kurdenführer Massud Barzani hat die Rebellen der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) aufgefordert, ihre Waffen niederzulegen. "Entweder die PKK schwört der Gewalt ab, oder sie steht nicht nur der Türkei, sondern auch der gesamten kurdischen Nation gegenüber", zitierte ihn die türkische Zeitung "Milliyet". Gleichzeitig forderte Barzani die Türkei zur friedlichen Lösung des Konflikts auf. "Erfahrungen zeigen, dass dieses Problem nicht mit militärischen Mitteln gelöst werden kann", sagte der Kurdenchef.
Da die Regierung jedoch keine direkten Gespräche mit den irakischen Kurden führen wolle, werde er keine "Befehle" der Türkei im Kampf gegen die PKK akzeptieren. "Sie sprechen nicht mit mir, aber sie fordern mich auf, etwas gegen die PKK zu tun. Wie kann das sein?" fragte Barzani. Er arbeite jedoch an der Freilassung der acht türkischen Soldaten, die von der PKK gefangen gehalten werden.
Die Türkei droht in ihrem Konflikt mit der PKK offen mit einem militärischen Vorgehen gegen Stellungen der Arbeiterpartei in der kurdischen Autonomieregion im Nordirak, von wo aus die auf bis zu 4.000 Leute geschätzten Rebellen Angriffe auf die Türkei vorbereiteten. Gesprächsangebote vonseiten der Kurden schlug Ankara bisher aus. Die jüngsten Verhandlungen der Türkei und des Irak waren gescheitert, Nun könnten jedoch neue Gespräche der beiden Außenminister in Istanbul stattfinden.
(apa/red)
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