Hauskredit aus Maddies Hilfsfonds bezahlt:
McCanns verwendeten dafür Spendengelder
- Sprecher: Zwei Raten die für Hypothek beglichen
- Freunde der McCanns bestreiten "Schweigepakt"

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Neue Hinweise bei Hotline eingegangen
·Maddies Eltern bitten
um Hilfe bei der Suche
Bewegender Appell im spanischen Fernsehen
·Madeleines Eltern richten Hotline ein!
24-Stunden-Nummer für Hinweise auf Vermisste
Die Eltern des seit einem halben Jahr verschwundenen britischen Mädchens Madeleine McCann haben Gelder aus dem Hilfsfonds für die Suche nach dem Kind zum Abzahlen von Raten auf ihr Haus verwendet. Dies bestätigte der Sprecher von Gerry und Kate McCann, Clarence Mitchell.
Er fügte hinzu, der "Findet Madeleine"-Hilfsfonds habe zur finanziellen Unterstützung der Familie verwendet werden dürfen. Die Urlaubsfreunde des Paares bestritten unterdessen nach einem britischen Zeitungsbericht, einen "Schweigepakt" über die Vorgänge am Abend von Maddies Verschwinden geschlossen zu haben.
Mitchell betonte, die McCanns hätten den Fonds in der Vergangenheit nur für zwei Hypothekenraten angezapft. Die Zahlungen seien aber gestoppt worden, nachdem Maddies Eltern von den Ermittlern selbst zu Verdächtigen erklärt worden seien. Madeleines Eltern, die beide Ärzte sind, hatten nach dem Verschwinden ihrer Tochter im Mai in Portugal zu arbeiten aufgehört, um sich auf die Suche nach Madeleine zu konzentrieren. Gerry McCann will jedoch wieder halbtags als Kardiologe am Krankenhaus von Leicester arbeiten.
Die McCanns, die außer Madeleine zwei weitere Kinder haben, leben in einem geräumigen Haus in der wohlhabenden Ortschaft Rothley im englischen Leicestershire. Der Wert des Anwesens wird auf rund eine halbe Million Pfund (etwa 717.000 Euro) geschätzt. Spender hatten in den Hilfsfonds für Maddie mehr als eine Million Euro eingezahlt, um den Eltern damit ihre beispiellose Öffentlichkeitskampagne zur Suche nach dem heute vier Jahre alten Mädchen zu finanzieren.
Die sieben Freunde, die mit Kate und Gerry McCann am Abend von Maddies Verschwinden in einem Tapas-Restaurant zu Abend gegessen hatten, wiesen nach Berichten der britischen Boulevardzeitung "Sun" Gerüchte zurück, sie hätten zum Schutz der McCanns wichtige Details verschwiegen. Es gebe keinen "Schweigepakt" oder irgendwelche Heimlichtuerei, sondern nur den Wunsch, bei der Suche nach Madeleine zu helfen, ließen die Freunde über Mitchell erklären. "Das äußert sich dadurch, dass wir nichts sagen oder tun, was in irgendeiner Form die Ermittlungen behindern würde", heißt es in der Erklärung.
Die Freunde betonen demnach, die portugiesische Polizei selbst habe sie gebeten, nicht öffentlich über den Fall zu sprechen. "Wir haben immer versucht, dieser Bitte nachzukommen und die Geheimhaltungsvorschriften der portugiesischen Justiz zu respektieren", heißt es.
Die portugiesische Polizei stellte unterdessen den möglichen Ablauf einer Entführung Madeleines nach, wie die "Sun" berichtete. Chefermittler Paulo Rebelo spielte dabei die Rolle des Entführers und ging mit sieben Kollegen verschiedene Szenarien durch. Familiensprecher Mitchell sagte, die McCanns seien durch das Vorgehen der Polizei ermutigt. "Wir begrüßen jeden Hinweis, dass die Polizei die Entführungsvorwürfe ernst nimmt", sagte Mitchell. Das Mädchen war Anfang Mai kurz vor seinem vierten Geburtstag aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz verschwunden.
(apa/red)
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