Die Zuwandererquote steigt 2008 kräftig:
Besonders bei Familienzusammenführungen
- Platter erhöht Quote von 6.870 auf 8.105 Personen
- Vor allem Schlüsselarbeitskräfte sollen geholt werden
·GRAFIK: Erhöhte Zuwanderungsquote
Platter vergibt 8.105 Plätze für das Jahr 2008
·VfGH legt Kriterien für "Bleiberecht" fest
Mögliche Verfassungs-
widrigkeiten untersucht
·Platter will 200 Jobs mehr fürs Asylgericht
VfGH erteilt Plan Absage, UNHCR aber ist begeistert
Die Zuwandererquote soll 2008 von 6.870 auf 8.105 Personen kräftig ansteigen. Das sieht die neue Niederlassungsverordnung vor, die Innenminister Günther Platter in Begutachtung geschickt hat. Wesentlich erhöht werden die Quoten für unselbstständige und selbstständige Führungskräfte, ebenso erhöht werden die Quoten für die Familienzusammenführung sowie für sogenannte "Privatiers".
Die Quoten für 2008 im Detail: Die größte Gruppe sind jene Personen, die unter dem Titel Familienzusammenführung nach Österreich kommen können. Diese Zahl wird von 4.540 auf 4.755 angehoben. Die Zahl der "Privatiers" wird von 140 auf 165 erhöht.
Bei den unselbstständigen Schlüsselkräften und ihren Familienangehörigen dürfen 2.595 Personen zuwandern, 805 mehr als heuer. Die Quote für selbstständige Schlüsselkräfte steigt von 145 auf 195. Damit werde dem "künftig zu erwartenden höheren Bedarf" an Schlüsselarbeitskräften Rechnung getragen.
Gleichgeblieben ist die Zahl von 165 Drittstaatsangehörigen mit Daueraufenthaltstitel eines anderen EU-Staates. Die Quote für Drittstaatsangehörige, die ihren Aufenthaltstitel ändern wollen, wird von 90 auf 230 angehoben.
Nichts ändern wird sich voraussichtlich bei den umstrittenen Saisonniers, von denen 7.500 gleichzeitig tätig sein dürfen. Bei den Erntehelfern sind es wie heuer 7.000.
Die quotenpflichtigen Niederlassungen werden in allen neun Bundesländern steigen: Die mit Abstand meisten Zuwanderer wird es auch 2008 in Wien geben, nämlich 4.135, heuer war 3.440 der Zuzug erlaubt. Es folgt Oberösterreich mit 825 (2007: 665), Niederösterreich mit 735 (2007: 705), die Steiermark 690 (585), Tirol 520 (475), Salzburg 440 (365), Vorarlberg 315 (300), Kärnten 270 (205) und schließlich das Burgenland mit 175 (130).
(apa/red)
Norbert Wicki14:21
Der Buwog-MythosDer Schweizer Vermögensberater hatte neben Grasser weitere Kontakte in Österreich
Wikileaks14:25
Rückschlag für AssangeGericht fällt Entscheidung: Internet-Aktivist darf nach Schweden überstellt werden
U-Ausschuss Korruption14:59
Eklat um Tetron-AktenInnenministerium vergaß auf Übermittlung. Befragungen bis auf Weiteres beendet
