Freitag, 2. November 2007

Nach kleinem Aufwärtstrend: ORF-Quoten waren im Oktober schon wieder rückläufig

  • Von 38,1 Prozent im September auf 36,8 Prozent
  • Digitalisierung als größtes Problem für Rundfunk

Nach einem kleinen Aufwärtstrend im September waren die ORF-Zuseherzahlen im Oktober wieder rückläufig. Der Monatsmarktanteil der beiden ORF-Fernsehprogramme sank in den Kabel- und Satellitenhaushalten gegenüber September um 1,3 Prozentpunkte auf 36,8 Prozent. Die Oktober-Quoten gab der ORF in einer Aussendung bekannt.

Die vor der ORF-Programmreform gewohnte "Flughöhe" in Sachen Publikumszuspruch verfehlte der öffentlich-rechtliche Sender damit abermals deutlich. Im Oktober 2006 kamen die beiden ORF-Programme noch auf 42,6 Prozent.

Für den ORF wird es damit immer schwieriger, den vom ORF-Stiftungsrat und der Geschäftsführung für das Jahr 2007 definierten Ziel-Tagesmarktanteil von 41 Prozent zu erreichen. Als Ursache für die schwierige Quotenlage gilt ORF-intern nicht die im April vorgenommene Programmreform, sondern die im Gang befindliche Digitalisierung und - damit einhergehend - die zunehmende Fragmentierung des Fernsehmarktes. Auch im Oktober ist die Digitalisierung der österreichischen TV-Haushalte gegenüber dem Vormonat um drei Prozentpunkte vorangeschritten. 39 Prozent aller Österreicher leben bereits in TV-Haushalten mit digitalem Empfang. Im Oktober 2006 waren es noch 25 Prozent. Daneben hält auch der Trend der Reichweitensteigerung bei kleinen Sendern an. Diese konnten ihren Marktanteil im Oktober 2007 um 2,1 Prozentpunkte auf mittlerweile 16,2 Prozent steigern.

Programmhöhepunkte waren im Oktober laut ORF mit 1,260 Millionen bzw. 1,253 Millionen Zuschauern "Bundesland heute" und die "Zeit im Bild" - jeweils mit der Ausgabe vom 29. Oktober. Diese "ZiB"-Ausgabe war die meistgesehene seit Start der Programmreform. Der WM-entscheidende Formel-1-Grand-Prix von Brasilien (21. Oktober) rangiert mit durchschnittlich 899.000 Sehern auf Platz drei der Oktober-"Top Ten". (apa/red)

2.11.2007 15:33