Mittwoch, 31. Oktober 2007

Spektakulärer Überfall in Oberösterreich: Räuber räumten einen Geldtransporter aus

  • Lenker mit Pfefferspray attackiert. Täter flüchtig.
  • Höhe der Geldbeute muss noch ermittelt werden

Von jenem Räuber, der einen Geldtransport in Perg überfallen hat, gibt es noch keine Spur. Das teilte der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Alois Lißl auf Anfrage mit. Die Ermittler der Polizei waren in Zusammenarbeit mit dem Transportunternehmen noch damit beschäftigt, die Höhe der Beute zu ermitteln. Sie dürfte aber erheblich sein

Der Raub wurde vor der Zentrale des Geldtransportunternehmens verübt. Dort werden einerseits von Einzelgeschäften eingesammelte Gelder zusammengeführt und anschließend zur Bank transportiert, andererseits wird von dort aus Wechselgeld zu den Läden ausgeliefert.

Pfefferspray-Attacke
Das Lenker war dabei, vom Firmengelände wegzufahren, wie er später angab. Dazu musste er kurz aussteigen. In diesem Augenblick wurde er von einem Unbekannten mit einem Pfefferspray attackiert und außer Gefecht gesetzt. Der Räuber schwang sich hinter das Lenkrad des Transporters und fuhr aus der Sackgasse, die zu dem Firmensitz führt. Er bog bei der nächsten Gelegenheit rechts ab und anschließend noch einmal. Nur 250 Meter vom Tatort entfernt - auf der Rückseite der Geldtransportfirma - parkte er das Auto auf dem Parkplatz eines Supermarktes ordentlich ein.

Diebesgut
Das Auto wurde kurz danach gefunden. Der Motor lief noch, die Tür war offen. Es fehlte einer der Geldkoffer aus Metall. Wegen seines großen Gewichtes geht die Polizei davon aus, dass er in ein anderes, dort bereitstehendes Fahrzeug umgeladen wurde und der Täter damit seine Flucht fortgesetzt hat. Obwohl der Parkplatz übersichtlich und das Geschäft gut frequentiert ist, konnte vorerst niemand Angaben zu dem geraubten Transporter oder einem möglichen Fluchtwagen machen. Auch das Umladen des großen, auffälligen Geldkoffers war von niemand bemerkt worden.

Keine Zeugen
Auch für den Raub gab es keine Zeugen. Das Gelände des Sicherheitsunternehmens wird allerdings mit Videokameras überwacht. Die Ermittler werteten die Aufzeichnungen aus, um Aufschlüsse über den Tathergang bekommen zu können. Denn der überfallene Fahrers konnte nur wenige Angaben machen, er stand noch unter Schock.
(apa/red)

31.10.2007 14:09