Schweres Busunglück in der Steiermark:
Drei Tote und drei Schwerverletzte auf A2
- Bus mit 42 Insassen verlor Kontrolle und kippte um
- Kein Defekt: Fahrer eingeschlafen - PLUS: BILDER

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Unfall auf der A2: Drei Menschen gestorben
·Schwere Busunglücke in Österreich seit 2000
Immer wieder schwere Unfälle mit Reisebussen
·Reisebusse sind sichere Verkehrsmittel
Tödliches Unfallrisiko im PKW ist 13 Mal so hoch
Drei Jugendliche aus Ungarn sind bei einem Busunglück auf der Südautobahn (A2) im steirischen Packabschnitt bei Modriach (Bezirk Voitsberg) gestorben. Vier Personen erlitten nach Angaben der Polizei schwere, 20 weitere leichte Verletzungen. 15 der insgesamt 42 Reisenden, die ein Fußballspiel in Mailand besucht hatten, kamen mit dem Schrecken davon. Die Unglücksursache könnte Sekundenschlaf des Lenkers gewesen sein.
Der ungarische Bus hatte bei trockener Fahrbahn eine Betonleitschiene gestreift. Dann kippte er gegen eine Böschung. Laut dem stellvertretenden Kommandanten der Autobahnpolizeiinspektion Unterwald, Guido Trischnigg, wies das Fahrzeug keine augenscheinlichen technischen Defekte auf. Da auch keine Bremsspuren zu erkennen waren, schloss die Exekutive nicht aus, dass der 48-Jährige am Steuer eingeschlafen ist. Er war nach ersten Angaben der Polizei nicht alkoholisiert. Der Lenker erlitt nur leichte Verletzungen, konnte aber zunächst nicht zum Unfallhergang befragt werden.
Für zwei Mädchen und einen Burschen - das Alter der drei gab die Polizei am Montagvormittag noch nicht bekannt - kam jede Hilfe zu spät. Das Rote Kreuz stand mit 15 Rettungs- und vier Notarztwägen im Einsatz. Die Jugendlichen wurden in die Landeskrankenhäuser Deutschlandsberg, Voitsberg, Wolfsberg und Graz sowie in das Grazer Unfallkrankenhaus gebracht. Ein Kriseninterventionsteam betreute die unverletzten Ungarn in der Autobahnpolizeiinspektion Unterwald. Dort warteten sie auf einen Ersatzbus für die Heimreise. Die Bergung des Busses sollte zu Mittag ein Spezialfahrzeug aus Kärnten durchführen.
In der Weststeiermark war es bereits 1999 zu einem schweren Verkehrsunglück mit einem ungarischen Reisebus gekommen. Damals mussten bei Trahütten 18 Personen ihr Leben lassen, 17 hatten schwere Verletzungen erlitten. Das Fahrzeug stürzte damals bei ebenfalls trockener Straße über eine Böschung und überschlug sich mehrmals.
(apa/red)
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