Medizin im Kampf gegen laufende Nasen:
Nasen-Sprays nur bei starken Beschwerden
- Verein für Konsumenteninformation testete Präperate
- Höchstens 5 bis 7 Tage sollte man Sprays verwenden

·Nach Erkältungen die Zahnbürste wechseln
Infektionsgefahr auch
bei abgeheilter Herpes
·Glückliche Menschen sind seltener erkältet
Leiden zudem weniger stark unter Symptomen
Die kalte Jahreszeit sorgt wieder für Erkältungen. Besonders der Schnupfen macht in den Herbst- und Wintermonaten den Österreichern zu schaffen. Der (VKI) hat 18 Medikamente bei Schnupfen und drei Präparate zur Befeuchtung und Pflege der Nasenschleimhaut überprüft.
Was bei all den medizinischen Helferleins aber nicht vergessen werden darf: Diese können nur die Symptome dämpfen, eine Erkältung muss mit viel Flüssigkeit, Schlaf und frischer Luft auskuriert werden.
Nur bei starken Beschwerden
Bei den untersuchten Mitteln handelt es sich laut dem Artikel der Zeitschrift "Konsument" vom November großteils um "Alpha-Sympathomimetika". Sie bewirken ein oberflächliches Abschwellen der Schleimhaut. Der Vorteil der Präparate ist, dass sie lokal wirken und nur in geringen Mengen ins Blut aufgenommen werden. Trotzdem empfiehlt der VKI, die Tropfen und Sprays nur bei starken Beschwerden zu nehmen. "Solange die Nase läuft und der Abfluss der Sekrete von selbst stattfindet", sei eine Einnahme nicht erforderlich. Prinzipiell gelte: "Je kürzer desto besser und unter strenger Einhaltung der Dosierungsvorschriften". Höchstens fünf bis sieben Tage lang sollte man sich mit den Schnupfenpräparaten helfen lassen.
Präperate im Vergleich
Als "geeignet" empfindet der "Konsument" "Alpha-Sympathomimetika" ohne Konservierungsmittel. Denn das "Benzalkoniumchlorid", in manchem Präparaten zur Konservierung eingesetzt, "schränkt die Bewegungsfähigkeit der Flimmerhärchen ein und beeinträchtigt dadurch die Selbstreinigungsfähigkeit der Nase". Vorzuziehen seien grundsätzlich Monopräparate, denn Zusätze wie ätherische Öle oder Antihistaminika würden keinen therapeutischen Vorteil bringen. "Wenig geeignet" sind laut VKI Schnupfenmittel mit Ephedrin. Im Gegensatz zu den "Alpha-Sympathomimetika" wird die Substanz "nicht nur lokal, sondern systemisch erzielt, da die Substanz zuerst in den Blutkreislauf aufgenommen werden muss". (apa/red)
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