Häufiger Harndrang ist ihm lästig: Elsner muss laut Anwalt dringend operiert werden
- Urologischer Eingriff auch von AKH-Arzt empfohlen
- Blasenprobleme stören beim BAWAG-Prozess

Der angeklagte frühere BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner (72) müsste dringend einen urologischen Eingriff durchführen lassen, da er seit 21. Februar 2007 wegen eines Blasenproblems einen Dauerkatheter trage, erläuterte Elsners Anwalt Wolfgang Schubert nachmittag am Rande des BAWAG-Prozesses. Ein Arzt am Allgemeinen Krankenhaus (AKH) habe die Operation empfohlen. Den Antrag zur Genehmigung der OP beim in U-Haft befindlichen Elsner habe er bereits vor Wochen gestellt, bisher sei darüber nicht entschieden worden, so der Anwalt.
Elsner leide unter häufigem Harndrang, könne daher in der Nacht wenig schlafen und sei tagsüber bei den Verhandlungen im Gericht dann sehr müde, führte sein Anwalt aus. Während der Gerichtsverhandlung muss Elsner öfter hinausgehen. Eine Verzögerung des Verfahrens sei mit einer Operation sicher nicht verbunden, versicherte Schubert. Elsner habe bereits zugestimmt, dass auch in seiner Abwesenheit gemäß Paragraf 275 StPO verhandelt werden könne und die Richterin die Protokolle nicht verlesen müsse. Eine Verschiebung der Operation in die Prozesspause im Dezember oder nach Ende des Prozesses könnte bei Elsner gesundheitliche Schäden verursachen, warnte der Anwalt.
Der BAWAG-Prozess wird voraussichtlich den ganzen Dezember und die ersten zwei Wochen im Jänner Pause machen, insgesamt würde dann eineinhalb Monate lang nicht verhandelt. Richterin Claudia Bandion-Ortner meinte heute, die Zeugen sollten wenn möglich bis spätestens Ende November befragt werden. Bis zum 15. Jänner 2008 soll der Sachverständige Fritz Kleiner sein Gutachten zum Handelsverhalten von Wolfgang Flöttl präsentieren. (apa/red)
