World Jewish Congress kritisiert die OMV: Konzern nützt Iran für Wirtschaftszwecke
- WJC-Chef Ronald S. Lauder im aktuellen profil-Talk
- Kunstsammler selbst unter Kritik der New York Times

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In einem Interview in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" fordert Ronald S. Lauder, der neue Präsident des World Jewish Congress und ehemalige US-Botschafter in Österreich, dass sich Österreich für schärfere Sanktionen gegen den Iran einsetzen solle. "Österreich muss sich dem Rest der Welt anschließen und dem Iran klar vermitteln, dass ihm Sanktionen drohen, sollte er die nukleare Aufrüstung fortsetzen." Der ehemalige Pentagon-Unterstaatssekretär kritisiert dabei die OMV. "Dieser Konzern kann nicht auf beiden Seiten stehen, einerseits gegen die nukleare Bedrohung sein und auf der anderen Seite den Iran wirtschaftlich unterstützen."
Die Leistungen Österreichs für Holocaust-Opfer lobt der Erbe der Kosmetikfirma Estée Lauder. "Ich danke Österreich und auch dem Bundeskanzler für all das, was für die Opfer getan wurde." Man könne sagen, dass "die Hilfe vielleicht etwas spät kam und man kann natürlich immer noch mehr tun. Vor allem bei der Kunstrestitution sind weitere Schritte durchaus wünschenswert", führt Lauder im "profil"-Interview aus.
Kunstfan Lauder selbst unter Kritik
Lauder bezeichnet sich als "Botschafter Österreichs": Sein Kunstmuseum in New York, in dem gerade die erste Klimt-Ausstellung der USA läuft, habe "erst die österreichische Kunst dem amerikanischen Publikum bekannt gemacht". Der 63-jährige Unternehmer wehrt sich gegen jüngste Kritik der "New York Times", er würde Bilder aus ehemals jüdischem Besitz nicht zurückgeben. "Jedes Stück meiner Sammlung wurde genau überprüft und hat mit gestohlener Kunst nichts zu tun", betont Lauder im "profil"-Interview.
Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen profil-Ausgabe.

