Erste/Sparkassen-"Konzern" genehmigt:
Die Wettbewerbshüter geben ihr Okay
- Zusammenschlüsse führen nicht zu Marktbeherrschung
Erste-Bank-Chef Treichl und seine "Österreich-Bank"- Vorsitzende Elisabeth Bleyleben-Koren haben sich durchgesetzt. Nach fünf Jahren des Kampfs um den von der Bank Austria erbittert bekämpften "Haftungsverbund" von Erste Bank und Bundesländersparkassen haben die Kartellwächter ihre ursprünglichen Einwände aufgegeben und die letztgültigen Anträge zugunsten des Zusammenschlusses gebilligt.
"Wir freuen uns", hieß es aus dem Sparkassensektor zur APA. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hatte im September eine so genannte "vertiefende Prüfung" angeordnet. Ein "Anfangsverdacht" habe sich nun nicht bestätigt, so die Wettbewerbsbehörde.
Nach eingehender Prüfung habe die BWB ihre Prüfanträge vor dem Kartellgericht zurückgezogen. "Die Zusammenschlüsse führen zu keiner marktbeherrschenden Stellung der betroffenen Unternehmen", so die Behörde in einem Kommuniqe. Damit gebe es "Grünes Licht" für die Zusammenschlüsse von Erste Bank und zunächst 34 Sparkassen.
Die Bank Austria, die diese "Ehe light" unter den Konkurrenten als wettbewerbsverzerrend und als illegales Kartell bekrittelte, ist damit abgeblitzt.
51 der 53 Bundesländersparkassen haben wie berichtet die jüngsten Zusatzvereinbarungen zum Haftungsverbund bisher unterschrieben. Aus Linz und Kufstein fehlen solche Beitrittsverträge noch.
(apa/red)

