Donnerstag, 25. Oktober 2007

FORMAT über Arbeitgeber am Prüfstand: Auch Geschäftserfolg kommt von innen

  • Zufriedenheit derzeit so hoch wie lange nicht mehr
  • Harter Kampf um die besten Köpfe des Landes

Aktuelle Berechnungen des österreichischen Arbeitsklimaindexes zeigen, dass die Zufriedenheit der Beschäftigten aktuell so hoch wie lange nicht mehr ist, trotzdem reißen die Klagen über ungebührliches Verhalten gegenüber Angestellten nicht ab. Postings über Mobbing, rüpelhafte interne Manieren, unbezahlte Überstunden und mangelnde Weiterbildungsmöglichkeiten sind auf den Bewertungsportalen an der Tagesordnung und stellen teilweise auch den Big Players katastrophale Zeugnisse aus. Es scheint, dass die Ergebnisse internationaler Studien zur Effizienzsteigerung durch Mitarbeitermotivation noch nicht in so manche Führungsetagen durchgedrungen sind.

So verzeichnen zum Beispiel börsennotierte amerikanische Unternehmen, die auf den Bestenlisten des seit 1998 durchgeführten Wettbewerbs "100 best companies to work for" gerankt sind, über einen Zeitraum von sieben Jahren eine deutlich bessere Performance als der Marktdurchschnitt.

Unternehmen wie Oracle haben den Einfluss der Mitarbeiterzufriedenheit für wirtschaftlichen Erfolg bereits erkannt. So wie Suchmaschinenfastmonopolist Google und Sportwagenkonstrukteur Ferrari, die die Liste der Best-practice-Beispiele anführen, nahm der Softwarehersteller 2006 an dem Wettbewerb "Great Place to Work®" teil, der jährlich in dreißig Ländern ausgeschrieben wird.

Kampf um die besten Köpfe des Landes
"Es war eine Herausforderung, sich dieser harten externen Benchmark zu stellen", beschreibt Sigrid Ruppnig, Human-Resources-Chefin, die internationale Evaluierung, die Oracle den zweiten Platz im Gesamtranking und das Siegerstockerl im Bereich Technologie bescherte. "Wir freuen uns über das tolle Ergebnis, obwohl wir es bis zu einem gewissen Grad auch erwartet haben, da wir uns seit Jahren intensiv darum bemühen, das attraktivste Business-Softwareunternehmen in Österreich zu werden", so Ruppnig. Beim Kampf um die besten Köpfe des Landes müssen sich Arbeitgeber zunehmend engagieren. "Bewerbungen gibt es zwar wie Sand am Meer, aber Spitzenleute leider nicht", bemerkt die Personalchefin.

Was macht Arbeitgeber attraktiv?
Was aber macht Brötchengeber attraktiv? Swimmingpool, Volleyballplatz und kostenloser Haircut (Google) oder wie bei Oracle die Möglichkeit von Teleworking im Eigenheim? "Es sind weniger isolierte Benefits-Programme wie zusätzliche Altersvorsorge, differenzierte Fortbildung oder familienfreundliche Arbeitszeitregelungen als vielmehr eine ganzheitliche Form vertrauensvoller und vor allem wertschätzender Zusammenarbeit", beschreibt Matthias Wolf, Studienleiter des Wettbewerbs, die Wohlfühlfaktoren.

Die ganze Story lesen Sie im FORMAT 43/07!

25.10.2007 12:17