Türkische Soldaten wehren Rebellen ab:
Vertreiben 40 kurdische Rebellenkämpfer
- Kampfflieger bombardieren kurdisches Dorf im Irak
- Türkei zieht an Grenze 100.000 Soldaten zusammen

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Türkische Soldaten haben Sicherheitskreisen zufolge an der Grenze zum Irak einen Angriff von bis zu 40 kurdischen Rebellen zurückgeschlagen. Die Attacke habe sich gegen türkische Sicherheitskräfte in der Gebirgsprovinz Hakkari gerichtet, hieß es. Diese hätten den Angriff mit Panzern und Artilleriefeuer abgewehrt. Nach heftigen Kämpfen hätten sich die Rebellen in den Nordirak zurückgezogen und eine unbekannte Zahl Toter und Verwundeter mitgenommen.
Die Türkei verstärkt vor einem möglichen Militärschlag gegen den Irak weiterhin ihre Streitkräfte an der Grenze zu dem Nachbarland. Sie beschuldigt die irakische Regierung, nicht entschieden genug gegen die Rebellen der PKK im Kurdengebiet vorzugehen.
Türkische Kampfflugzeuge haben nach Angaben aus Kreisen ein kurdisches Dorf im Irak bombardiert. Auf den Ort in der Grenzregion 25 Kilometer nordöstlich der Stadt Dahuk seien zahlreiche Bomben niedergegangen, sagte ein irakischer Vertreter, er anonym bleiben wollte. Über Opfer oder Schäden durch den Angriff wurde zunächst nichts bekannt.
Die türkische Armee hat zur Vorbereitung eines größeren Militäreinsatzes rund 100.000 Soldaten unweit von Cizre zusammengezogen. Die Einheiten sind mit Panzern, F-16-Kampfflugzeugen und Kampfhubschraubern ausgerüstet.
Die türkische Regierung verliert nach den Worten von Präsident Abdullah Gül die Geduld mit den Rebellen der kurdischen PKK und ist entschlossen, die von der PKK im Nordirak ausgehende Bedrohung zu beenden. Das Land werde weitere Angriffe der PKK von ihren Unterschlüpfen im Nachbarland aus nicht dulden, sagte Gül auf einer Konferenz in Ankara.
(apa/red)
