Türkei fliegt erste Luftangriffe im Irak:
Kampfflieger attackieren kurdische PKK
- Regierungssprecher soll Aktionen bestätigt haben
- Laut Türkei sind die Angriffe völkerrechtlich gedeckt
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Die türkische Armee hat laut Zeitungsberichten erstmals Kampfjets in den Nordirak geschickt, um dortige Stützpunkte der kurdischen PKK-Guerilla anzugreifen. Türkische Kampfflugzeuge vom Typ F-16 hätten Ziele rund 40 bis 50 Kilometer tief auf irakischem Territorium bombardiert, berichteten mehrere türkische Zeitungen.
Alle Blätter bezogen sich auf Äußerungen von Regierungssprecher Cemil Cicek in einer internen Sitzung der Regierungspartei AKP von Premierminister Recep Tayyip Erdogan. Nach einem Bericht der regierungsnahen Zeitung "Yeni Safak" wurden auch Bodentruppen und Kampfhubschrauber über die Grenze geschickt.
Nach den Zeitungsberichten handelte es sich bei den Luftangriffen nicht um den Beginn einer großflächigen Intervention, sondern um eine Aktion im Rahmen der Verfolgung von PKK-Kämpfern. Die Türkei argumentiert, diese so genannte "Nacheile" sei völkerrechtlich gedeckt. In Ankara wollte sich der Nationale Sicherheitsrat unter dem Vorsitz von Staatspräsident Abdullah Gül mit der Lage in Südostanatolien und im Nordirak befassen.
(apa/red)
