Bis zu 66 Flüchtlinge sind im Golf von Aden ertrunken: Wurden gezwungen zu springen!
- Ertrunkene stammten aus Somalia und Äthiopien
- Am Schiff befanden sich insgesamt 244 Flüchtlinge
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Vor der Küste des Jemen sind nach Angaben des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) womöglich bis zu 66 Flüchtlinge aus Äthiopien und Somalia ertrunken. Überlebende hätten von 28 Toten berichtet, die sie am Strand begraben hätten. 29 Äthiopier und neun Somalier würden noch vermisst, sagte UNHCR-Sprecher Ron Redmond in Genf.
Die Ertrunkenen hätten sich an Bord eines Schiffes mit 244 Flüchtlingen befunden, das die somalische Hafenstadt Bossaso verlassen habe, um den Golf von Aden zu überqueren. Vor der Küste des Jemen seien Passagiere gezwungen worden, über Bord zu springen. Wahrscheinlich gebe es noch mehr solcher Unglücke, von denen UNHCR aber nie etwas erfahre, sagte Redmond.
Insgesamt wisse die UN-Organisation von 439 Flüchtlingen, die in diesem Jahr im Golf von Aden ertrunken seien. Etwa 20.000 Menschen hätten in diesem Jahr bisher versucht, in den Jemen überzusetzen. Im vergangenen Jahr waren nach Erkenntnissen des UNHCR 26.000 Menschen geflüchtet. Jeder Bootspassagier müsse zwischen 50 und 150 Dollar (35 bis 105 Euro) zahlen. Nach Angaben Redmonds gibt es zahlreiche Hinweise, dass Menschen geschlagen und vergewaltigt werden. Auch seien die Boote völlig überfüllt, und Menschen erstickten in Maschinenräumen.
(apa/red)
