Nach dem Anschlag auf Bhutto in Pakistan:
Behörden vermuten zweiten Attentäter
- Internationale Hilfe von Regierung nicht gewünscht
- Zweiter Selbstmordattentäter am Tatort 'gefunden'

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Hinter dem Anschlag auf die frühere pakistanische Regierungschefin Benazir Bhutto in Karachi vermuten die örtlichen Behörden mittlerweile zwei Selbstmordattentäter. Der Innenminister der südlichen Provinz Sindh, Wazim Akhtar, sagte, entsprechenden Hinweisen werde derzeit nachgegangen.
Es gebe einen zweiten Kopf, der möglicherweise von einem weiteren Selbstmordattentäter stamme. Die pakistanische Polizei hatte am Wochenende ein erstes Foto vom Kopf des mutmaßlichen Selbstmordattentäters veröffentlicht, den sie am Tatort gefunden hatte.
139 Menschen wurden getötet
Die Regierung lehnte die von Bhutto geforderte Hinzuziehung internationaler Experten bei der Aufklärung des Anschlags ab. Innenminister Aftab Sherpao sagte, die pakistanischen Sicherheitskräfte seien in der Lage, das Attentat eigenständig aufzuklären. Bei dem Anschlag auf den Konvoi der früheren Regierungschefin wenige Stunden nach deren Rückkehr aus mehrjährigem Exil in ihre Heimat waren 139 Menschen getötet und mehr als 400 verletzt worden.
Bhutto besuchte Mausoleum
Bhutto besuchte in Karachi das Mausoleum des pakistanischen Staatsgründers Mohammed Ali Jinnah, der das Land 1947 in die Unabhängigkeit geführt hatte. Dabei bekräftigte sie ihre Forderung, ausländische Experten in die Ermittlungen einzuschalten. (APA/red)
