Bin Laden wünscht sich vereinte Iraker:
Auf Videoband zur Einigkeit aufgerufen
- US-Regierung glaubt an Echtheit der Videobotschaft
- Osama warnt vor "Feinden" und "Heuchlern" im Irak
·Al Kaida-Kopfgeld auf
Mohammed-Zeichner
Schweden: Journalisten mit Ermordung bedroht
·Kern der Taliban ist verhältnismäßig klein
Wenige tausend Männer Mitglied der Gruppierung
·Al-Kaida-Befürworter
nehmen drastisch zu
Selbst Österreich bleibt nicht mehr davor gefeit
Der arabische Sender Al Jazeera hat eine dem Terroristenführer Osama bin Laden zugeschriebene Tonband-Botschaft ausgestrahlt. Darin ruft der Al-Kaida-Chef die Iraker dazu auf, sich "unter dem Banner des Islam" zu vereinen. Das Tonband enthielt Hinweise darauf, wann es aufgenommen worden sein könnte.
Den ausgestrahlten Passagen zufolge weist Bin Laden darauf hin, dass das Interesse von einzelnen Gruppen dem des Islam als Ganzem untergeordnet sei. In diesem Zusammenhang riet er seinen "Brüdern, insbesondere jenen in El Kaida ... zu vermeiden, fanatisch einer Person oder einen Gruppe zu folgen". Sie schuldeten dem islamischen Glauben Treue, und "nicht einem Stamm, einer Nation oder einer Organisation".
Bin Laden fürchtet irak-interne Konflikte
Weiter wird in der Tonband-Aufzeichnung vor Spaltungsbemühungen von "Feinden" und "Heuchlern" gewarnt, die sich "in Eure Reihen einschleichen, um Aufruhr ... zu stiften". Die Echtheit des Bandes konnte zunächst nicht bestätigt werden. Wie Al Jazeera an die Aufnahme gelangte, teilte der Sender nicht mit.
Videobotschaft echt?
Die US-Regierung hält eine am Montag veröffentlichte Tonbandbotschaft, die Osama bin Laden zugeschrieben wird, für echt. "Der Geheimdienst glaubt, dass das Band echt ist und dass Osama bin Laden zu hören ist", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, in Washington.
Perino sagte, die Aufnahme höre sich an, als ob der Terrorchef versuche, verlorenen Boden gutzumachen. Die US-Strategie im Irak, Druck auf Al Kaida auszuüben, wirke langsam. "Wir haben aber noch einen weiten Weg vor uns", fügte Perino hinzu. Nach irakischen und US-Angaben beteiligen sich immer mehr Iraker an der Bekämpfung der Al-Kaida-Anhänger in dem vom Krieg zerrütteten Land.
(APA/red)
