Fieberthermometer-Aktion boomt weiter: Bereits 500.000 alte Geräte zurückgegangen
- Nachschub fehlt noch - nur mit 50.000 gerechnet
- Fünffache des normalen Marktvolumens erforderlich
Noch bis zum 25. Oktober lädt die österreichische Apothekerkammer gemeinsam mit dem Umweltministerium die Konsumenten dazu ein, ihre alten Fieberthermometer abzugeben und für einen Euro gegen moderne digitale auszutauschen. Doch die Beteiligten stöhnen bereits. Denn die Organisatoren rechneten mit einem Volumen von 50.000 Stück, in Österreich wurden aber bereits mindestens 500.000 zurückgegeben.
Die meisten Kunden erhielten daher - derzeit nicht einlösbare - Gutscheine. Und der Lieferant versucht nun, aus ganz Europa Nachschub zu erhalten. Der enorme Umfang macht die Aktion mittlerweile auch in den Apotheken selbst zum potenziellen Umweltproblem. Es fehlen nämlich offenbar auch die Behälter zur Aufbewahrung und zum Abtransport der Quecksilber-Fieberthermometer.
"Wir haben eine einzige Kunststoffbox dafür bekommen. Da gehen gezählte 70 Thermometer hinein. Aber rund 500 haben wir schon", sagte ein Apotheker. Die Entsorgung führt das Unternehmen "Saubermacher Dienstleistungs AG" mit Sitz in Graz durch. Der zuständige Manager war am Mittwochvormittag nicht erreichbar. In Apothekerkreisen fragte man sich auch, was mit dem wertvollen Quecksilber im Endeffekt eigentlich geschehe. Am Mittwoch regte sich laut Informationen der APA in manchen Bundesländern unter den Apothekern erster massiver Widerstand gegen die Aktion.
(apa/red)
