Neuer ONE-Chef Michael Krammer zu NEWS:
"Wollen Dominanz von Mobilkom brechen"
- "ONE" wird vermutlich im Herbst 2008 zu "Orange"
- Will für jede Zielgruppe eigenes Tarifmodell anbieten

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Nach seinem Gastspiel beim deutschen Mobilfunk-Provider E-Plus ist Michael Krammer, Ex-tele.ring-Chef sowie Erfinder des 1-Cent-Tarifs und der legendären Speck-Kampagne, als ONE-Chef zurück. Das Primärziel seiner neuen Tätigkeit hat er nun vorgegeben: "Die Dominanz der beiden Exmonopolisten Mobilkom Austria und T-Mobile (Anm.: in Deutschland) ist heute größer denn je." Das soll sich unter Krammers ONE-Regentschaft jetzt schleunigst ändern.
Die geplante Vorgehensweise ist folgende: "Wir werden mit dem Zielfernrohr die Kunden ins Visier nehmen und für jedes Segment spezielle Angebote entwerfen." Heißt im Klartext: Der ONE-Boss will Tarife für Senioren mit Gratishandys, für Studenten mit Gratis-SMS oder für Ausländer in Österreich mit günstigen Gesprächsminuten ins Ausland auf den Markt bringen. Motto: "Jeder Zielgruppe ihr Tarifmodell".
Auch monatliche Fixpreise will Krammer forcieren. "Mit dem neuen Tarif Plaudertasche zeigen wir vor, wie das geht. Die Kunden bezahlen eine Pauschale und können beliebig telefonieren und SMS versenden."
Muss Markenwechsel durchziehen
Doch der Erfolg des Handyrebellen ist alles andere als hausgemacht. Dank dem neuen Eigentümer - 65 Prozent an ONE hält der Finanzinvestor Mid Europa, 35 Prozent der französische Mobilfunker Orange - kann Krammer zwar im Verbund günstig Handys einkaufen und bei Roaming-Tarifen punkten. Er muss im nächsten Jahr aber auch einen Markenwechsel durchziehen. Aus ONE wird Orange. Wann genau, lässt Krammer offen. "Auf jeden Fall 2008." Insider rechnen mit einem Herbsttermin.
Gleichzeitig will Mid Europa als Finanzinvestor mittelfristig Geld sehen. Ein Druck, der Krammer kalt lässt: "Wir sind nicht in der multidimensionalen Matrix eines Großkonzerns gefangen. Wir können schlank und effizient agieren und wollen im Verhältnis Wachstum zu Profit zu den Top-3-Betreibern in Europa gehören." Ob dafür auch Arbeitsplätze abgebaut werden müssen, wie vielfach spekuliert, will Krammer nicht ausschließen. "Es wäre unseriös, eine dauerhafte Arbeitsplatzgarantie zu geben."
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