E-Government in Estland zum Flop erklärt:
Baltischer Rechnungshof findet Mängel-Berg
- Es fehlen korrekte Anleitungen & einfach Signaturen
- Jetzt werden mehr Sicherheitsvorkehrungen gefordert

·Ohne Internet nicht einmal halb so wichtig
Online-Voting in Estland hielt Wahlen am Leben
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Kleine Länder kommen beim E-Voting groß raus
·E-Government aus Österreich auf Platz 1
Europaweites Ranking beschert Spitzenposition
Der Rechnungshof des baltischen IT-Vorreiterstaats Estland hat beim
vielgerühmten E-Government des Landes zahlreiche Mängel festgestellt. Die Behörde kritisierte unter anderem die schlechten Verwendungsanleitungen und sonstigen Informationen auf den Websites der einzelnen Gemeinden. Lediglich auf der zentralen staatlichen Homepage www.eesti.ee seien alle notwendigen Informationen enthalten.
Außerdem sei die Verwendung digitaler Signaturen in der Praxis zu kompliziert. Die Bürger müssten auch Daten vorlegen, die in den staatlichen Datenbanken bereits gespeichert wären. Für den Bürger sei es oft schwierig, die für die Benützung der elektronischen Einreichungen notwendigen Verwaltungsakte von den Behörden in digitaler Form zu erhalten, so einige der Kritikpunkte der staatlichen Rechnungsprüfer.
Mehr Sicherheitsvorkehrungen müssen her
Rund zwei Drittel der Esten benützen das Internet. Die Regierung in Tallinn will bis Ende dieses Jahres eine hundertprozentige Abdeckung des Landes mit Internet-Zugängen erreichen. Bei den Parlamentswahlen im März machten in Estland 30.275 oder rund drei Prozent der Wähler von der Möglichkeit des E-Voting Gebrauch. Erstmals war die Stimmabgabe via Internet in Estland bei den Kommunalwahlen im Jahr 2005 möglich. Die Wahlbeobachtungsmission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) empfahl Estland Ende Juni, bei der Stimmabgabe über Internet mehr Sicherheitsvorkehrungen gegen Manipulation zu treffen und das System auf eine solide gesetzliche Grundlage zu stellen. (APA/red)

