ISS nach 196 Tagen im All wieder zurück: 15. Langzeitbesatzung landet sicher auf Erde
- Abgelöst von Juri Malentschenko und Peggy Whitson
- Beide russische Kosmonauten bei bester Gesundheit
·"Mission to Mars": NASA am Roten Planet
Bemannte Marslandung in 30 Jahren möglich?
·BILDER: "Endeavour" wieder auf der Erde!
Spaceshuttle sicher in Cape Canaveral gelandet
·NASA hat Raumsonde zum Mars geschickt
Roboter sucht Lebens- spuren am Mars-Nordpol

Die 15. Langzeitbesatzung der ISS ist nach 196 Tagen im All auf einer Ausweichflugbahn sicher zur Erde zurückgekehrt. Die russische Sojus-Kapsel landete einige hundert Kilometer westlich der zunächst geplanten Landungsstelle in der kasachischen Steppe. Die Kapsel hatte um 9.14 Uhr über 350 Kilometer über der Erde von der Internationalen Raumstation ISS abgedockt.
Während des Rückflugs hatte der Bordcomputer die Sojus-Kapsel aus zunächst ungeklärten Gründen auf eine Ersatzflugbahn umgeleitet. Durch die direktere Flugbahn war die Crew bei der Landung stärkeren Kräften ausgesetzt.
Countdown für Discovery
Im Kennedy-Raumfahrtzentrum in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida hat indessen der Countdown für den Start der Raumfähre "Discovery" begonnen.
Wohlauf
Die beiden russischen Kosmonauten Fjordor Jurtschichin und Oleg Kotow sowie der malaysische Arzt Sheikh Muszaphar Shukor fühlten sich unmittelbar nach der Landung gut. Bei Temperaturen von sechs Grad in Kasachstan halfen die Rettungsmannschaften den drei Astronauten zunächst in frische, warme Kleidung und flogen sie anschließend zu medizinischen Untersuchungen. Shukor war als erster Astronaut seines Landes zu einem Kurzzeitaufenthalt auf die ISS geflogen.
Ablöse
Jurtschichin und Kotow hatten seit April an Bord der Internationalen Raumstation gearbeitet. Nun lösten sie der Russe Juri Malentschenko und die US-Astronautin Peggy Whitson als 16. Langzeitbesatzung ab. Whitson übernahm als erste Frau das Kommando auf der ISS.
Die beiden Kosmonauten waren vor ihrem Aufenthalt auf der ISS wenig weltraumerfahren: Kommandant Jurtschichin absolvierte nur einen Kurzbesuch auf der ISS mit einem US-Shuttle. Bordingenieur Kotow war zuvor noch nie im Weltraum gewesen. Er war der 100. Kosmonaut, den die Russen ins All schickten.
