Donnerstag, 18. Oktober 2007

Mit Sprachförderung für Schüler zufrieden: Positive Bilanz nach 1 Deutschkurs-Jahr

  • Von 2.700 Teilnehmern mussten nur 431 wiederholen
  • Laut Brandsteidl ist das Modell überaus erfolgreich

In den Wiener Volksschulen gibt es seit einem Jahr spezielle Sprachförderkurse für Kinder, die kaum Deutsch können. Rund 2.700 haben 2006/07 teilgenommen und waren so erfolgreich, dass nur 431 den Kurs im laufenden Schuljahr fortsetzen müssen. Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl bezeichnete das Modell in einer Pressekonferenz als sehr erfolgreich.

"Ich möchte mit dem Gerücht aufräumen, das besagt, dass die Wiener Volksschulkinder nicht Deutsch können", sagte Brandsteidl. Von den 16.000 Kindern pro Jahr sei der überwiegende Teil problemlos in der Lage, dem Unterricht zu folgen, auch wenn für 46,5 Prozent Deutsch nicht die Muttersprache sei. Nur 2.700 seien nach einem Screening der schwächsten Sprach-Kompetenzstufe A zugeordnet worden. Kinder auf Stufe B werden - wie schon seit 1981 - durch Begleitlehrer unterstützt, bei Stufe C ist keine zusätzliche Hilfe nötig.

Gemäß dem Spracherwerbskonzept bekommen die schwächsten Kinder Förderkurse durch speziell geschulte Lehrer, und zwar im Ausmaß von elf Wochenstunden. Insgesamt 220 Kurse mit acht bis 15 Teilnehmern wurden von 207 Lehrern an 154 Volksschulstandorten durchgeführt. Bereits zur 30. Schulwoche hatten 631 Kinder die Kompetenzstufe B erreicht und damit den Kurs abgeschlossen. Man erfülle damit die Zielsetzung, das die Kinder nach einem, spätestens zwei Jahren die Sprache so gut verstehen sollten, dass sie erfolgreich die Schule besuchen können. Auch heuer sollen zwischen 2.500 und 3.000 Schüler teilnehmen.

(apa/red)

18.10.2007 13:40