Neustart für "Bank in der Postfiliale":
BAWAG macht aus P.S.K. nun PSK Bank
- Neues Logo und neue Bezeichnung wurden vorgestellt
- Verkauf von Bankprodukten bald als 'Kernkompetenz'

Zwei Wochen nach der Vertriebsschiene BAWAG hat der BAWAG P.S.K.-Konzern nun auch den neuen Markt- und Markenauftritt der Postamtsvertriebsschiene P.S.K. vorgestellt. Mit dem neuen Logo ist auch eine neue Bezeichnung - "PSK Bank" - und ein zig-Millionen schweres Investitionsprogramm für die "Bank in der Postfiliale" verbunden.
Der öffentliche Ausbruch der BAWAG-Refco-Karibikkrise jährte sich am 16. Oktober zum zweiten Mal. Etwa die Hälfte der in der Folge abgeflossenen Einlagengelder ist bisher zurück gewonnen. Mitte 2008 sollen die Spareinlagenverluste dann ausgemerzt sein.
Die Post, die der seit Mai dem US-Fonds Cerberus gehörenden Bank per Vertrag bis 2015 die Mitbenutzung ihrer 1.330 Postämter erlaubt, ist im Mai mit fünf Prozent beim BAWAG-Käuferkonsortium um Cerberus eingestiegen. Die Frage einer Aufstockung stellt sich laut Post- Vorstand Götz nicht. Die Post kassiert für die Postamtsvertriebskooperation mit der Bank jährlich Provisionen, im Vorjahr waren das 96,3 Mio. Euro.
Laut Post AG wird der Verkauf von Bankprodukten zu einer zuverlässigen und stabilen "Kernkompetenz der Postfilialen" ausgebaut. Zu einem Viertel trägt der Verkauf von Bankdiensten heute schon zum Gesamtertrag der Postämter bei. Götz erwartet in den nächsten Jahren ein jährliches Plus im Bankgeschäft von jeweils 7,5 Prozent.
BAWAG PSK-Chef Nowotny und Vorstand Legradi verweisen auf den Konkurrenzvorteil Netzdichte und Schalterzeiten. "Wir haben bei der PSK Bank die längsten und komfortabelsten Öffnungszeiten in ganz Österreich. Wir sind die Bank ums Eck". Einfache Produkte wie Bausparverträge können auch Briefträger "verkaufen", am Land sollen 100 mobile Finanzberater Kleinfilialen beraternd unter die Arme greifen. Zudem werden 200 Service-Center etabliert. (apa)
