Samstag, 20. Oktober 2007

Leitl für weitere vier Jahre wiedergewählt: Bleibt Präsident des Wirtschaftbundes

  • 17. Generalversammlung: 92,2 % stimmten für ihn
  • Leitl ist seit 1999 Chef des ÖVP-Wirtschaftsflügels

Christoph Leitl ist für weitere vier Jahre Präsident des Wirtschaftsbundes. Bei der 17. Generalversammlung wurde er nun mit 92,2 Prozent der Stimmen in seiner Funktion bestätigt. Bei seiner ersten Wiederwahl im Oktober 2003 erhielt er 98,1 Prozent. Leitl ist seit 1999 Chef des ÖVP-Wirtschaftsflügels. Leitl warnte in seiner Rede vor einer "engstirnigen Interessenspolitik".

Leitl wird in den kommenden vier Jahren vier Stellvertreter zur Seite haben. In die Stellvertreter-Funktion gewählt wurden von der Generalversammlung am Samstag Jürgen Bodenseer aus Tirol mit 98,4 Prozent, Brigitte Jank aus Wien mit 92,9 Prozent, Franz Pacher aus Kärnten mit 97,8 und Sonja Zwazl aus Niederösterreich mit 97,8 Prozent.

Kritik an ÖAAB
An seine "lieben Freunde im ÖAAB" richtete Leitl den Appell, "Kriegserklärungen" zu unterlassen und zu einer sachlichen Diskussion zurückzufinden. Damit spielte Leitl auf eine entsprechende Wortmeldung von Oberösterreichs AAB-Obmann Franz Hiesl zur aktuellen Debatte über eine unbefristete Verlängerung der Hackler-Regelung an.

Pensionssystem
Leitl sprach sich für ein Pensionssystem der Zu- und Abschläge für längeres bzw. kürzeres Verbleiben im Erwerbsleben aus. Grundsätzlich will Leitl an der Pensionsreform, die unter der Regierung Schüssel gemacht wurde, nicht rütteln.

Hackler-Regelung
In einer Reaktion auf das Nein des Wirtschaftsbundes zu einer unbefristeten Verlängerung der sogenannten Hackler-Regelung meinte SPÖ-Bundesgeschäftsführer, die ÖVP sollte ihren "Neinsager-Kurs" überdenken. "Die reflexartige Ablehnung jeder Verbesserung bringt der ÖVP nichts, vor allem aber schadet es dem Land."Leitl bleibt Wirtschaftsbund-Präsident.

(apa/red)

20.10.2007 13:45