Samstag, 20. Oktober 2007

IWF schickt eigene Prüfer nach Österreich: Finanzmarktaufsicht-Rolle wird untersucht

  • "Profil": Internationaler Währungsfonds prüft nach
  • Staatssekretär Matznetter: "Wird kein Jubelbericht"

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Ausgabe 43/07 berichtet, steht Österreichs Finanzsektor unmittelbar vor einer Untersuchung durch den Internationalen Währungsfonds. Im Rahmen des so genannten Financial Sector Assessment Program (FSAP) entsendet der IWF zwischen 27. November und 11. Dezember eine Delegation aus eigenen Prüfern und Vertretern der Finanzaufsichtsbehörden Großbritanniens und Belgiens nach Wien.

Die Prüfung sollte sich ursprünglich um das stetig wachsende Ost-Engagement heimischer Banken drehen, die Rolle der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) bei Skandalen wie Bawag, Hypo Alpe-Adria, Amis und Meinl hat den Fokus der Untersuchungen jedoch verschoben. Johann Prader, Österreichs Vertreter im IWF-Direktorium gegenüber "profil": "Diese Problemfälle sind natürlich bekannt. Es bezweifelt auch niemand, dass es Mängel im Bereich der Aufsicht gegeben hat. Diese vergangenen Entwicklungen werden mit Sicherheit Bestandteil der Diskussionen sein."

Letzte Prüfungen
Anlässlich der letzten FSAP-Prüfung Ende 2003 hatte der Internationale Währungsfonds Österreichs Finanzmarktaufsicht noch ein positives Zeugnis ausgestellt. Nun soll genau dieses System mit 1. Jänner 2008 reformiert werden. SPÖ-Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter gegenüber profil: "Einen Jubelbericht des Währungsfonds können wir eingedenk der Vorfälle sicher nicht erwarten."

Lesen Sie die gesamte Story im "profil" 43/07

20.10.2007 08:31