Mittwoch, 17. Oktober 2007

Gewinne um 17 % gestiegen: Beschäftigte haben aber nichts vom Boom im Handel

  • Ein Mitarbeiter brachte cirka 356.000 Euro Umsatz
  • AK fordert "fairen Anteil" für Handelsbeschäftigte

Den österreichischen Handelsunternehmen geht es gut: Um 17 Prozent sind die Gewinne im Vorjahr gestiegen. 356.000 Euro Umsatz brachte im Schnitt ein Handelsbeschäftigter seinem Arbeitgeber, um fast ein Prozent mehr als 2005. Gleichzeitig gaben die Handelsunternehmen pro Mitarbeiter aber um ein Prozent weniger aus als im Jahr davor. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung der Arbeiterkammer.

"Jetzt müssen endlich auch die Handelsbeschäftigten ihren fairen Anteil bekommen", fordert AK-Direktor Werner Muhm vor den morgen startenden Kollektivvertragsverhandlungen für 512.000 Handelsangestellte und Beschäftigte in verwandten Berufen.

In die aktuelle AK-Studie wurden jene Handelsunternehmen einbezogen, die den Jahresabschluss für die Geschäftsjahre 2004 bis 2006 bis Mitte September 2007 veröffentlicht haben, einen Beschäftigtenstand von mindestens 50 Beschäftigten erreichen und ihre Umsätze ausweisen. Insgesamt wurden 110 Handelsunternehmen untersucht. Der ertragsstärkste Handelssektor war der Großhandel, gefolgt vom Einzelhandel. Das Schlusslicht bildete der Kfz-Handel.

(apa/red)

17.10.2007 13:57