Dienstag, 16. Oktober 2007

'Absicherung geht vor Risiko': Österreicher gehen beim Sparen auf Nummer sicher

  • Bausparverträge noch immer beliebtestes Sparform
  • Sparbuch holt wieder stark auf, Aktien verlieren

"Absicherung geht vor Risiko" - Die Österreicher sind, was Sparen betrifft, konservativ. Seit Beginn des Jahres 2000 feiert das "klassische" Sparbuch eine Renaissance. Inzwischen nähert es sich dem ersten Platz der Beliebtheitsskala - nur der Bausparvertrag liegt noch voran. So lautet das Ergebnis des Stimmungsbarometers "Spar- und Anlageformen" für das dritte Quartal 2007, das vom Meinungsforschungsinstitut GfK Austria durchgeführt wurde.

Das Interesse am Sparbuch erkläre sich durch die offensive Konditionenpolitik und -kommunikation der Finanzdienstleister, so Alexander Zeh von GfK. Insgesamt 44 Prozent der Österreicher halten das Sparbuch für eine attraktive Sparform. 2000 waren es lediglich 15 Prozent, im Vorjahr 35 Prozent. Bausparverträge werden in der jüngsten Umfrage zum dritten Quartal 2007 von 49 Prozent der Befragten als interessante Sparmöglichkeit beurteilt.

Vorsorge und Absicherung
Gefolgt wird das Sparbuch in der Beliebtheitsskala von der Lebensversicherung (29 Prozent). Neben dem Vermögensaufbau sind weiterhin Vorsorgen und Absicherung Gedanken, die das Interesse an dieser Anlageform immer mehr verstärken, so das Umfrageergebnis. Private Zusatzpensionen kommen für 15 Prozent der Österreicher als Anlageform infrage. Knapp ein Viertel der Österreicher (22 Prozent) hält die Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung (Zukunftsvorsorge) für attraktiv.

Aktien unbeliebt
Die Investition in Grund und Boden wird nur noch von einem knappen Viertel der Österreicher (23 Prozent) als interessante Anlageform betrachtet. Damit liegt das Interesse am gleichen Niveau wie zu Jahresbeginn. Investmentfonds werden von 20 Prozent der Österreicher als interessant bezeichnet. Damit werde das stabile, leicht positive Niveau der vergangenen Quartale bestätigt. Ein gegenteiliges Bild zeigt sich im Aktienbereich. Die positive Entwicklung seit 2005 konnte im dritten Quartal 2007 nicht fortgesetzt werden (13 Prozent).

(apa/red)

16.10.2007 15:37