18.10.2007 07:14

EURO ohne England? Briten stehen in der Qualifikation nach Pleite in Russland vor Aus

  • Bangen um die EM-Teilnahme nach 1:2-Niederlage
  • Schotten zeigten Nerven: 0:2-Pleite in Goergien

Russland hat seine Chance auf die Teilnahme an der Fußball-EM-Endrunde 2008 dank eines 2:1-Heimsieges im Schlager gegen England aufrechterhalten. Nach einer Stunde Spielzeit sah das Team aus dem Mutterland des Fußballs nach einem Treffer von Rooney (29.) wie der Sieger aus, ehe die Hausherren vor ausverkauftem Haus durch einen Doppelpack des eingewechselten Pawljutschenko (69./Elfmeter, 73.) noch den wichtigen Erfolg einfuhren.

Neben den spielfreien Kroaten verpasste auch England die vorzeitige Quali für die EURO 2008 und muss nach der ersten Niederlage nach fünf 3:0-Siegen in Serie nun ernsthaft um die Teilnahme an der Endrunde in Österreich und der Schweiz bangen. Die Briten sind nun auf Schützenhilfe angewiesen. Hinter Kroatien (26 Punkte) liegt England (23) in Gruppe E zwar auf Platz zwei, hat aber ein Spiel mehr bestritten als die Russen (21), die mit Siegen in Israel und Andorra aus eigener Kraft zur EM kommen können.

Pawljutschenko russischer Held
Vor 74.000 Zuschauern im Luschniki-Stadion hämmerte Rooney (29.) nach einer Kopfball-Vorlage von Owen den Ball zur englischen Führung ins Tor. Unmittelbar zuvor hatte England-Torhüter Robinson einen Schirianow-Schuss (26.) an die Außenstange gelenkt. Nach dem Seitenwechsel vergaben die "Three Lions" durch Gerrard (50.) und Micah Richards (56.) zunächst die besten Möglichkeiten auf die Entscheidung, ehe der eingewechselte Pawljutschenko das Spiel auf den Kopf stellte.

Erst verwandelte der Stürmer einen umstrittenen Foulelfmeter (69.), der spanische Schiedsrichter Medina Cantalejo hatte nach einem Zupfer von Rooney am Trikot von Schiriakow knapp außerhalb der Strafraumgrenze zuvor auf Strafstoß entschieden. Nur vier Minuten später drehte er das Spiel zugunsten des Teams von Star-Coach Guus Hiddink endgültig: Nach einem von Robinson zu kurz abgewehrten Fernschuss von Verteidiger Alexej Beresutzki staubte Pawljutschenko zum 2:1 ab (73.). Auch drei eingewechselte englische Offensiv-Kräfte schafften den Umschwung nicht.

Schottland zeigt Nerven
Das bisherige Sensationsteam Schottland hat auf dem Weg zur EM-Endrunde einen empfindlichen Rückschlag einstecken müssen. In Tiflis setzte es für erschreckend schwache "Bravehearts" eine bittere 0:2-Niederlage gegen Nachzügler Georgien. Der erst 17-jährige Lean Mchedlidze war vor 40.000 Zuschauern für die Georgier nach einem Corner in der 16. Minute per Kopf zur Stelle, David Siradze (64.) sorgte nach dem Seitenwechsel für die Entscheidung.

Nach England zeigte damit auch das zweite britische Team im Rennen um die EM-Tickets in der entscheidenden Phase Nerven. Die Schotten, die bei entsprechenden Resultaten am Mittwoch die EM-Teilnahme hätten absichern können, müssen nun um die Teilnahme bangen. Frankreich würde das Team von Alex McLeish bei einem Sieg gegen Litauen vom ersten Platz der Gruppe B verdrängen, Italien hat bei einem Spiel weniger nur einen Zähler Rückstand auf die Schotten. Diese müssen den Weltmeister in Glasgow am 17. November somit besiegen, um sich aus eigener Kraft für die EM zu qualifizieren.

(apa/red)

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18.10.2007 07:14
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