Verkehrte Welten vor ÖFB-Duell mit der Elfenbeinküste: Afrikaner noch ungeschlagen
- Unter deutschem Coach bisher 6 Siege in 8 Matches
- Stielike setzt auf Legionäre aus Europas Top-Ligen
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Nicht nur für das ÖFB-Team, sondern auch für die Elfenbeinküste geht die Bedeutung des heutigen Spiels (ab 20:30 Uhr LIVE im networld-Ticker) am Innsbrucker Tivoli weit über die eines Freundschaftsspiels hinaus. Das Duell mit der Truppe von Josef Hickersberger ist für die Ivorer der vorletzte Härtetest vor dem Start der Vorbereitung auf den Afrika-Cup im kommenden Februar in Ghana, nur im November ist noch ein weiteres Testspiel geplant, wobei der Gegner noch nicht feststeht.
Während die Österreicher gegen die Afrikaner den ersten Sieg 2007 anstreben, sind Didier Drogba und Co. in diesem Jahr noch ungeschlagen. Die Qualifikation für den Afrika-Cup in einer Gruppe mit Gabun und Madagaskar überstand der Teilnehmer an der WM 2006 ebenso ohne Niederlage wie die Testspiele gegen Schweden, Guinea, Mauritius und Ägypten, die bisher letzte Schlappe datiert vom 16. August 2006 (0:1 gegen Senegal).
Unter neuem Coach Stielike noch ungeschlagen
Uli Stielike unterschrieb 29 Tage nach der Niederlage gegen den Senegal einen Vertrag als Teamchef der Elfenbeinküste. In den bisherigen acht Partien unter dem Deutschen, der in seiner aktiven Zeit bei Mönchengladbach auch auf den damaligen Offenbach-Kicker Hickersberger getroffen war, gewannen die Afrikaner von acht Spielen sechs und blieben jedes Mal ohne Gegentor. Die jüngsten beiden Auftritte (0:0 in Gabun, 0:0 in Paris gegen Ägypten) beendeten die "Elefanten" aber ohne Torerfolg, was Stielike Kopfzerbrechen bereitet.
"Das ist untypisch für uns, weil wir in der Offensive eigentlich gut besetzt sind. Aber jetzt wollen wir diese Flaute gegen Österreich unbedingt beenden", erklärte der Deutsche, der auf sechs Kicker, darunter Boubacar Sanogo (Bremen), Yaya Toure (Barcelona) und Salomon Kalou (Chelsea), verzichten muss. "Aber unser Stamm mit Didier Drogba, Kolo Toure und Didier Zokora ist trotzdem dabei", meinte der 52-Jährige.
Legionäre aus europäischen Top-Ligen
So wie Hickersberger hat zwar auch Stielike mit dem Problem zu kämpfen, dass einige seiner Spieler bei ihren Vereinen selten bis gar nicht zum Zug kommen - beim Gerüst der Auswahl handelt es sich aber ausschließlich um in europäischen Top-Ligen etablierte Kicker. Diese Tatsache hält der frühere DFB-Internationale ebenso für einen Vorteil für seine Mannschaft wie deren Erfahrungen in Pflichtspielen.
"Für Österreich ist es eine undankbare Situation, keine Qualifikation zu spielen. Freundschaftsspiele bringen ein Team einfach nicht weiter, da muss man nicht an die Schmerzgrenze gehen. Es braucht den Wettbewerbsgedanken, um sich zu entwickeln." Den afrikanischen Fußball sieht der Europameister von 1980 und Vize-Weltmeister von 1982, der acht Jahre für Real Madrid spielte, generell im Aufwind. "Der Vorteil der Afrikaner ist, dass ihre Talente in die europäische Disziplin eingebunden werden. Denn Talente gibt es massenhaft in Afrika, aber die muss man eben auch richtig heranführen."
(apa/red)
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