'Wie andere spielen, kann ich nicht ändern':
Goalie Payer freut sich auf Elfenbeinküste!
- "Frankie" Schiemer wird sich an Drogba abmühen
- Falls Standfest zum 3x Vater wird, ersetzt ihn Ertl

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Zum dritten Mal seit Beginn der Goalie-Rotation steht Helge Payer im Tor der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Nach dem 0:1 gegen Schottland und dem 0:0 (4:3 im Elferschießen) gegen Japan bekommt der Rapidler im Innsbrucker Tivoli-Stadion gegen die Elfenbeinküste neuerlich die Chance, sich für das Einser-Leiberl bei der EURO 2008 zu empfehlen. Franz Schiemer hingegen steht vor der bisher größten Bewährungsprobe in seiner Karriere. Durch die Verletzung von Sebastian Prödl rückt der 21-Jährige, der erst beim 1:3 in der Schweiz sein Debüt im österreichischen Fußball-Nationalteam gefeiert hat, in die Innenverteidigung nach und bekommt es dort heute (ab 20:30 Uhr LIVE im networld.at-Ticker) im Innsbrucker Tivoli-Stadion gegen die Elfenbeinküste mit Didier Drogba zu tun.
Bisher ließ sich Rapid-Goalie Helge Payer im ÖFB-Team ebenso wenig zu Schulden kommen wie Jürgen Macho und Alexander Manninger. Die Leistungen seiner Konkurrenten will der Oberösterreicher aber ohnehin nicht kommentieren. "Wie die anderen spielen, kann ich nicht beeinflussen und hat auch nichts mit mir zu tun. Ich schaue nur auf mich und freue mich auf jedes Spiel."
Die Elfenbeinküste bezeichnete der 13-fache Internationale als "exotische Mannschaft, gegen die man nicht oft spielt. Auf jeden Fall ist das ein Weltklasse-Team, das athletisch unglaublich stark ist".
Von seinen Kollegen forderte der 28-Jährige mehr Konzentration als zuletzt gegen die Schweiz. "Wir machen immer den Fehler, dass jeder gleich den entscheidenden Pass spielen will. Und wenn der dann nicht ankommt, rennen wir hinterher. Wir laufen viel mehr als die meisten Weltklasse-Mannschaften, weil wir unintelligent laufen", erklärte Payer.
Deswegen sei der zuletzt oft eingetretene körperliche Einbruch der ÖFB-Auswahl in der zweiten Hälfte keine Frage der physischen Verfassung. "Wir haben kein Fitnessproblem, sondern ein Problem mit der Ballzirkulation", sagte Payer, dem ein allzu hoher Kraftaufwand aufgrund seiner Position erspart bleibt. Doch nicht nur deshalb betonte er: "Ich habe mich mit fünf, sechs Jahren entschieden, Tormann zu werden, und bin bis heute sehr stolz darauf, weil es der schönste Beruf ist, den es gibt. Es gibt nichts Schöneres, als im Tor zu stehen."
Schiemer freut sich auf Duell mit Drogba
Für Franz "Frankie" Schiemer könnte es gegen Drogba & Co. ganz besonders hart werden. Teamchef Josef Hickersberger traut dem Austrianer aber zu, diese Herausforderung zu bewältigen. "Es ist zwar mit einem großen Risiko verbunden, aber es ist für ihn auch eine große Chance. Er bringt bei der Austria ständig gute Leistungen", sagte der 59-Jährige.
Schiemer selbst ist überzeugt, den Chelsea-Goalgetter in Schach halten zu können. "Das ist eine Riesen-Aufgabe. Es gibt für mich nichts Schöneres, als gegen einen solchen Kicker zu spielen", erklärte der Oberösterreicher. Zwar ist Schiemer um einige Zentimeter kleiner als Drogba, "aber ich verfüge über eine gute Sprungkraft und spiele lieber gegen größere als gegen kleinere Stürmer".
Sein Clubkollege Johannes Ertl könnte gegen die Ivorer rechts in der Viererkette beginnen, sollte Joachim Standfest wegen der bevorstehenden Geburt seines dritten Kindes vorzeitig nach Hause reisen. In diesem Fall hofft der Steirer auf das Gesetz der Serie. "Die letzten beiden Partien, in denen ich von Beginn an gespielt habe, haben wir gewonnen", sagte Ertl mit Hinweis auf das 2:1 gegen die Schweiz und das 4:1 gegen Trinidad & Tobago im vergangenen Jahr.
(apa/red)
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